Wandergruppe: Weitwanderung

Am Samstag, 18.07.2026 wars wieder so weit. Kurz nach halb acht machten sich acht hochmotivierte und bestens gelaunte Wanderinnen und Wanderer auf den Weg nach Donzdorf, wo wir gegen 18.30 Uhr zum Abendessen in der Waldschenke ankommen wollten. Vor uns lagen beim Start aber halt noch rund 34 km, gespickt mit 1.050 Höhenmetern rauf und runter. Bei herrlichem Wanderwetter ging es gleich mal rauf auf den Hohenstaufen, nach einem kurzen Rundumblick und Fotoshooting mit der „Lady in red“ stiegen wir auf der anderen Seite Richtung Jugendherberge wieder ab und liefen über den Aasrücken zum nächsten Zwischenziel, dem Hohenrechberg. Oben angekommen gab es die erste Vesperpause, damit wir für die nächste Etappe wieder genug Energie hatten. Erst mussten wir runter nach Rechberg, dann weiter zum Fuß des Stuifen, über den Stuifen-Südhang-Trail, den Tannweiler Weg und den Schwarzhorn-Ostflanken-Trail zur Reiterleskapelle. Nach einer Trinkpause und einigen Powerriegeln nahmen wir den Anstieg aufs Kalte Feld in Angriff und erreichten dort kurz nach 13 Uhr den höchsten Punkt der Tour, das Franz-Keller-Haus (781 m), wo wir Mittagspause machten.

Überm Filstal braute sich schon ein Gewitter zusammen, was uns dann veranlasste, nach 45 Minuten bereits wieder weiterzugehen, hatten wir doch noch fast die Hälfte der Strecke vor uns. Quer übers Kalte Feld, vorbei an den Degenfelder Sprungschanzen gings nochmals aufwärts zum Galgenberg mit tollem Blick über Nenningen und das Lautertal – und auf den Regen, welcher im Filstal bereits niederging. Darum stiegen wir auch zügig ab nach Nenningen, und füllten dort beim Bäcker Geiger unsere Energiespeicher mit Kaffee und Kuchen für die Schlussetappe nochmals auf. Beim anschließenden Anstieg hoch zum Messelstein streifte uns das Gewitter dann doch noch, und so ging es in Regenkleidung durch den Wald vollends rauf auf die Hochfläche. Nach 45 Minuten ließ der Regen nach und wenig später kam auch die Sonne wieder zum Vorschein, so dass wir den tollen Ausblick vom Messelstein und Rötelstein auf die 3 Kaiserberge und das Filstal trocken genießen konnten. Kurz nach Oberweckerstell ging es dann durch die „grüne Hölle“ abenteuerlich runter Richtung Donzdorf, und nachdem wir auch noch Unterweckerstell und den Simonsbach-Stausee passiert hatten, kamen wir um 19 Uhr müde, hungrig, aber sehr zufrieden in der Waldschenke an. Nach einem sehr leckeren Abendessen setzten sich alle gerne in die bereitstehenden Fahrzeuge für den Rücktransport nach Wäschenbeuren. Ganz herzlichen Dank an Susanne und Uli fürs Abholen! Es war ein wunderschöner Tag mit einer tollen Gruppe in unserer herrlichen Landschaft – fast wie Urlaub! Danke fürs Mitwandern!

Ulrike und Markus Wahl

Familiengruppe: Wanderwochenende in Pfronten

Vom 10. bis 12. Juli 2026 verbrachten die Jungen Familien ein abwechslungsreiches und erlebnisreiches Wanderwochenende im Allgäu. Sechs Familien mit insgesamt 12 Erwachsenen und 12 Kindern machten sich am Freitagnachmittag trotz voller Autobahnen auf den Weg nach Pfronten.
Pünktlich um 16 Uhr stand bereits der erste Programmpunkt auf dem Plan: der Besuch der Glasbläserei Endres. Bei einer beeindruckenden Vorführung zeigte Herr Endres mit großer Begeisterung, wie aus einem einfachen Glasrohling kunstvolle Werke wie Glücksschweine, Delfine, Glaskugeln oder Trinkgläser entstehen. Die einstündige Vorführung begeisterte Groß und Klein gleichermaßen und bot spannende Einblicke in das traditionelle Handwerk. Anschließend ging es weiter zur Unterkunft Haus St. Hildegard, wo die Gruppe herzlich empfangen wurde. Nach dem Beziehen der Zimmer ließ man den ersten Tag bei einem leckeren Abendessen gemütlich ausklingen.

Der Samstag begann bei strahlendem Sonnenschein – beste Voraussetzungen für die geplante Wanderung durch die beeindruckende Höllschlucht am Edelsberg. Die abwechslungsreiche Tour führte entlang eines wilden Gebirgsbaches mit zahlreichen kleinen und großen Wasserfällen. Zunächst ging es über einen breiten Forstweg, später über wurzelige und steinige Pfade, teilweise mit Drahtseilen gesichert, stetig bergauf. Oben angekommen, führte der Weg über idyllische Alpweiden bis zur Kappeler Alp, wo die Wandergruppe bei einer wohlverdienten Hüttenrast die herrliche Aussicht auf die Allgäuer Bergwelt genießen konnte. Gestärkt setzte die Gruppe ihre Wanderung vorbei an der Hündeleskopfhütte – der ersten vegetarischen Berghütte der Alpen – fort und kehrte schließlich nach einer rund acht Kilometer langen Tour mit etwa 450 Höhenmetern zu den Autos zurück. Da die Kinder auch nach der Wanderung noch voller Energie waren und das sommerliche Wetter zum Verweilen einlud, ging es anschließend an den Weißensee. Dort konnten sich alle beim Schwimmen erfrischen und den Tag entspannt ausklingen lassen.

Am Sonntag hieß es zunächst Koffer packen und die Zimmer räumen, bevor die letzte Wanderung des Wochenendes begann. Ausgangspunkt war der Wanderparkplatz Eisenberg. Von dort führte der Weg zunächst nach Weizern zur örtlichen Käserei. Bei einer interessanten Führung erfuhren die Teilnehmer, wie die Heumilch von fünf regionalen Bauern zu hochwertigem Käse verarbeitet wird. Natürlich durfte auch eine Käseverkostung nicht fehlen. Anschließend wanderte die Gruppe weiter zur Burgruine Eisenberg, wo bei herrlichem Ausblick das mitgebrachte Vesper genossen wurde. Mit einem traumhaften Panorama auf die Allgäuer Alpen führte der Weg schließlich zurück zu den Autos.

So fand ein rundum gelungenes Wochenende seinen perfekten Abschluss im Biergarten in Geislingen an der Steige – mit guter Stimmung, netten Gesprächen und schönen Erinnerungen. Die Teilnehmer blicken auf ein tolles Wochenende mit vielen schönen Wanderungen, spannenden Besichtigungen, bestem Wetter und zahlreichen gemeinsamen Erlebnissen zurück.