Junge Familie: Teufelsküche, Hagbergturm und Bärenlöcher

Herbstbunte Rätselwanderung bei Gschwend

Wia gmolt! So war das Wetter bei unserer sonntäglichen Rätselwanderung bei Gschwend für Groß und Klein.

Ab dem Wanderparkplatz Lettenhäusle brauchte es nur einen kurzen Marsch zum Abzweig „Teufelsküche“. 100m die Klinge aufwärts und dann öffnet sich eine Höhle mit Felsüberhängen und Öffnung nach oben. Mit Phantasie kann man sich gut vorstellen, dass im engen Tal der Nebel hängt und durch die Öffnung nach oben abzieht wie Küchendampf. Die Kids waren begeistert und als es noch einen geheimnisvollen Kochtopf zu öffnen galt, waren alle gespannt: Vampire, Schlangen, Teufelchen, Hexenhüte usw. kamen zum Vorschein … und wurden mit strahlenden Augen verspeist; Kinder wissen halt was schmeckt.

Weiter ging es zum Skilift Geschwend; wann der wohl zuletzt lief? Lösung: als Wandererlift im Sommer 2018. Der Wanderweg führte dann am Roßsumpf vorbei und hinauf zum Haghof, von dem aus schon der Albvereinsturm auf dem Hagberg zu sehen ist. Natürlich wurde der Turm bestiegen und die Aussicht auf den Schwäbisch-Fränkischen Wald bis hin zum Hohenstaufen konnte man genießen. Die Wanderausstellung zu diesem Naherholungsgebiet und Naturpark machte ebenfalls gerade Station am Turm und mit dem Bienchen-Suchspiel auf den großen Plakaten hoffen nun alle Kiddys auf den Gewinn einer Kiste Limonade. An herrlich bunt gefärbten Baumreihen entlang führte dann die Wanderung zurück zum Parkplatz.

Reich beladen mit den Schätzen einer Waldwanderung (Kastanien, Eicheln, Fichtenzapfen, bunte Blätter …) stiegen alle in die Autos und fuhren wieder nach Hause.

Bilder von Digel

10. Gaugrenzwanderung

Der Filsgau hat für heute, den 14.10., zur zehnten und letzten Gaugrenzwanderung eingeladen. Die Ortsgruppe Bad Boll organisierte sie. Ungefähr 90 Wanderer, darunter 6 Teilnehmer aus Wäschenbeuren, trafen sich bei Kaiserwetter am  Parkplatz der Evangelischen Akademie zu dieser Tagestour.

Erster Aufenthalt war an der Ev. Akademie, wo Herr Ganßloser uns über Sinn und Zweck dieser Institution aufklärte. Nun startete die Wanderung auf dem Sinneswandel-Pfad, der übergeht in die „Berta Hörnle Tour“. Im lichten Wald ging es immer leicht aufwärts bis zur „Boller Heide“. Dort fanden wir eine freie Fläche mitten im Wald, wo wir unsere Mittagsrast machten.

Frisch gestärkt ging es nun auf dem „Boller Höhenweg“ Richtung Bertaburg. Unterhalb der Bertaburg ging es nun vorbei, zum Geheimtipp dieser Wanderung, dem „Schneckenhäusle“. Eine wunderschöne Hütte mitten im Wald von Boller Privatleuten gebaut. So wie sie heute zu sehen ist, die dritte ihrer Art, nach zweimaligem Einsturz durch Hochwasser. Von hier aus führte unser Weg zum „Hörnle“. Eine tolle Aussicht zum Turmberg und dem Aichelberg hatten wir von hier aus. Zur letzten Etappe bergabwärts zum Schützenhaus, in welchem wir zur Abschlusseinkehr angemeldet waren, ging es nun recht flott. Nach etwa 14 km und einer reinen Gehzeit von ungefähr 3,5 Stunden war diese Wanderung beendet.

Ein großes Dankeschön an die Organisatoren, die diese kurzweilige, lehrreiche und mit vielen Höhepunkten und Ausblicken gespickte Wanderung ermöglichten!

Bilder von Ginglseder

Wandergruppe: Erkenbrechtsweiler

Schöne Herbstwanderung bei Erkenbrechtsweiler

Am Sonntag, 30.09. starteten 15 Albvereinler, um bei herrlichem Herbstwetter am Albtrauf bei Erkenbrechtsweiler, der sogenannten „Bassgeige“, zu wandern.

Nachdem wir am dortigen Wanderplatz die Autos abgestellt hatten, ging es zuerst Richtung Osten an Erkenbrechtsweiler und Hochwang vorbei, bis wir am dortigen Ortsrand den breiten Wanderweg verließen und auf Waldpfaden dem Albrand folgten. Durch den schon leicht herbstlichen Laubwald ging es an den verschiedenen Aussichtsfelsen vorbei (Kammfelsen, Friedrichsfels, Bruckerfels), um nach ca. zweieinviertel Stunden schließlich am Beurener Fels zu landen. Dort gab es zur Stärkung den wohlverdienten „Gipfelschnaps“ sowie, neben der tollen Aussicht unter anderem auf die Burg Hohenneuffen, die Erkenntnis, dass womöglich Nachfahren der Burg-Erbauer heute in Wäschenbeuren leben!

Nach ca. 20 Minuten, gewärmt von der Abendsonne, erreichten wir wieder den Parkplatz. Auf der Heimfahrt machten wir unseren Einkehrschwung in Wangen im „Waldhorn“, um uns dort mit schwäbischen Spezialitäten verwöhnen zu lassen.

Danke fürs Mitwandern, euch hat es hoffentlich genauso gut gefallen wie uns!

Ulrike und Markus Wahl

Bilder von Digel

Männer- und Wandergruppe: 9. Brauereiwanderung

Fürstliche Brauereiwanderung bei Wallerstein

Wo steht die besterhaltene, umfangreichste, mittelalterliche Burganlage Süddeutschlands? Jawohl, in Harburg (Schwaben). Wussten wir bis zum letzten Samstag auch nicht.

Die in staufischer Zeit erstmals erwähnte Höhenburg auf einem Felsenhügel über der Wörnitz war unser erstes Ziel auf der 9. Brauereiwanderung. Die eindrucksvolle Anlage gehört dem fürstlichen Hause Oettingen-Wallerstein und kann besichtigt werden. Von dort aus erwanderten wir auf dem Bockrundweg die Landschaft des Nördlinger Ries. Am Hühnerberg entlang über den Bock mit Gipfelkreuz ging es durch Wald und Wacholderheiden zur Waldschenke Eisbrunn, wo ein erster schmackhafter Kontakt zum Gebräu der Fürstlich Wallerstein’schen Brauerei stattfand. Pflichtbewusst wurden jeweils zwei Humpen geleert.

Durch das Edelmannstal und immer wieder mit herrlichen Ausblicken erreichten wir erneut den Busparkplatz an der Harburg. Jetzt war es Zeit, nach Wallerstein zu fahren. Auf dem dortigen Schlossberg ist die Fürst Wallerstein Brauerei zu finden, wo seit 400 Jahren Bier gebraut wird. Geschäftsführer ist derzeit Carl-Eugen Prinz zu Oettingen-Wallerstein. Während der Führung durch die Produktionshallen erfahren wir, dass das fürstliche Bier vor allem regional in Gasthäusern verkauft wird. Neues wird auch immer mal wieder ausprobiert, so das „WeiPi“, ein Bier aus Gersten-und Weizenmalz, gebraut als Verbindung von Weizenbier und Pils. Reüssiert hat es allerdings nicht, dem Heiligen Adrianus sei Dank. So gab es bei der anschließenden Bierprobe Helles, Zwickel, ein dunkles Landsknecht und Classic Pils zu Wurstbroten. Pflichtbewusst wurden ….. Nach letzten (wen?) erschöpfenden Fragen an die Führerin marschierten wir zurück zum Bus und fuhren nach Mayhingen. In der „Goldenen Sonne“ wurde der leckere Abschluss der 9. Brauereiwanderung pflichtbewusst begangen.

Großes Dankeschön an Susanne und Rainer für eine perfekt organisierte Ausfahrt.

Bilder von Digel

Filsgau: Gausternwanderung zur Eybacher Hütte

Bei herrlichstem Wetter brach unsere kleine, aber feine Wandergruppe auf zum Messelberg-Wanderparkplatz. Zuerst ging es zum Messelstein am Albtrauf, von wo man eine atemberaubende Aussicht auf Donzdorf, das Filstal, die Drei-Kaiser-Berge und das Kalte Feld hat. Am Messelhof vorbei führte unser Weg dann an Feldern, Wiesen und Wald entlang, schließlich durch Schnittlingen und hinauf zur Eybacher Hütte. Am und im Festzelt hatten sich schon viele Wanderer des Albvereins aus den unterschiedlichsten Ortsgruppen versammelt. Manch bekanntes Gesicht war da und nette Gespräche wurden geführt. Gutes Essen und Getränke luden zum Verbleiben ein. Auf dem Rückweg passierten wir noch den Flugplatz Messelberg und die Michaelskapelle. Vielen Dank unserem Wanderführer Hansi Ginglseder.

Bilder von Digel

Filsgaujugend: Ausflug zum Birkhof

Auf Einladung der Filsgaujugend fanden sich 13 Familien mit insgesamt 23 Kindern aus dem ganzen Kreis, darunter zwei aus Wäschenbeuren, auf dem Birkhof der Familie Eisele bei Gammelshausen ein. Hans-Jürgen Digel vom Filsgau und Nicole Eisele, die Bauernhofpädagogin und Ergotherapeutin, begrüßten die Gäste. Ein Marsch zur Streuobstwiese schloss sich an und dort durften die Kids jede Menge Äpfel auflesen, die entweder sofort verspeist oder fürs spätere Pressen gesammelt wurden. Weiter ging es am Ort vorbei zur Apfelplantage mit vielen erntefreundlichen, kleineren Bäumen. Hier wurden verschiedene Apfelsorten probiert und man durfte für sich selbst eine Tüte vollpacken. Noch war es mit dem Obst nicht genug. Die Chefin führte den Tross auf eine weitere Anlage mit Zwetschgen, Mirabellen, Pfirsichen und Pflaumen. Angesichts der guten Erträge in diesem Jahr konnte jeder nach Herzenslust zugreifen. Zurück auf dem Hof war bereits die Apfelpresse vorbereitet und der frische Apfelsaft mundete allen. Zum Abschluss konnten die Kinder noch in die Strohhüpfburg, durften zu den Hühnern in deren Gelände oder die Ponys der Eiseles streicheln. Die Familien waren begeistert und auch Nicole freute sich, den Kindern die Natur näher gebracht zu haben.

Bilder von Digel

Wandergruppe: Fahrradtour auf dem Schurwald

Bestes Radfahrwetter für Radtour genutzt

Ende August steht auf unserem Ortsgruppenprogramm immer eine Radtour für die „Urlaubsgeschädigten“ an. Zehn „Schon-im-Urlaub-gewesene“, „Noch-nicht-im-Urlaub-gewesene“ oder „Im-Urlaub-nicht-wegfahrende“ trafen sich bei bestem Fahrradwetter (nicht zu heiß aber trocken), um unsere nähere Heimat zu erradeln. Es ging über Kirneck und Radelstetten, durch Breech auf dem Kaisersträßle bis nach Adelberg. In der dortigen „Adelbar“ hinter der Eis- und Spielhalle konnte man herrlich draußen sitzen und Kaffee, Tee oder Erfrischungsgetränk bestellen. Lecker Kuchen oder Eis gab es auch dazu. Am Herrenbachstausee vorbei führte die Route dann in Birenbach auf den Radweg zurück nach Wäschenbeuren. Vielen Dank unserem „Rädelsführer“ für die sichere Routenwahl.

Bild von Digel

Senioren: Frühwanderung bei Neuenhaus

Nachlese Wanderung 05.08.2018

Der Morgen, zu unserer Frühwanderung,  begann mit angenehmen Temperaturen trotz der Hitze in den vergangenen Tagen. Gutgelaunt und voller Erwartung auf die Wanderung fuhren wir mit 12 Teilnehmern nach Neuenhaus im Aichtal. Für unsere Autos fanden wir in der dortigen Talstraße bei der Grundschule ein schattiges Plätzchen.

Jetzt ging es ein kleines Stück bergauf und schon waren wir auf dem Weg durch den Wald mit seiner angenehmen frischen morgendlichen Kühle. Vorbei an der Neuhausener Wand und dann abwärts ein Stück an der Straße entlang und wieder in den schattigen Wald hinauf zum Uhlbergturm. Mit dem Albvereinsausweis konnte man kostenlos den Turm besteigen und hatte einen herrlichen Ausblick auf die Schwäbische Alb mit den Drei Kaiser Bergen bis zum Hohenzollern. Unser Rückweg führte uns auf den bekannten Fratzenweg mit verschiedenartigen Fratzen, die in den Bäumen geschnitzt wurden von einem  dort ansässigen Künstler.

Nach ca. 2 ½ Stunden unten angekommen waren wir froh das unser Einkehrziel, das Gasthaus zum Uhlberg  gleich neben dem Fratzenweg lag. Unsere Plätze waren unter schatten spendeten Kastanienbäume reserviert und jetzt konnten wir uns entspannen und Trinken und Essen genießen.

Vielen Dank an den Wanderführer Helmuth Laber für die herrliche Frühwanderung.

Gudrun Laber

Bild Ginglseder

Englandfahrt zweiter Teil

Weil sie einfach nicht genug kriegen konnten, blieben drei Wanderlustige noch länger in England. Mit dem Zug fuhren wir von unserem ersten Quartier zunächst nach York. Diese immer noch mittelalterlich geprägte Stadt lud ein zur Besichtigung. Münster, Castle, Clifford’s Tower und die alten Gassen mit dutzenden Läden und Pubs sind sehenswert. Am Fluss Ouse konnten wir gemütlich sitzen und den Schwänen, Gänsen und Enten zusehen.

Abends erreichten wir dann unser Ziel Scarborough an der Nordsee. Einst ein vielbesuchtes Seebad verbreitet es heute einen eher morbiden Charme. Die Lage ist herrlich mit zwei riesigen Sandstränden und dazwischen der Burgberg mit dem Castle und dem Hafen am Fuß des Berges. Von hier aus wanderten wir am Mittwoch die Steilküste nach Norden. Hoch über dem Meer weht ständig eine kühlende Brise und nur wenn es mal ein kleines Tal mit Farnwald zu durchschreiten galt, stand auch hier die Hitze und ließ uns schwitzen. Um nicht zu verdursten machten wir einen Abstecher zum Hayburn Wyke Inn, einem tollen Ausflugslokal in der Nähe des Wanderweges Cleveland Way. Gestärkt und erfrischt wanderten wir noch auf der alten Bahntrasse zwischen Scarborough und Whitby, um im nächsten Ort den Bus zurück zum Quartier zu erreichen.

In umgekehrter Reihenfolge fuhren wir donnerstags zunächst mit dem Bus nach Whitby, sahen uns die lebhafte Stadt und die mittelalterliche Klosterruine an und wanderten dann über die Klippen am Meer nach Süden. Atemberaubende Ausblicke und die herrliche Natur begleiteten uns auf dieser Wanderung. Die verdiente Rast machten wir im Hotelrestaurant Victoria mit herrlichem Blick vom Garten über den Hafenort „Robin Hood’s Bay“. Kurz vor der Rückkehr (100m) ins Hotel Bay House in Scarborough ereilte uns dann doch noch ein kurzer, aber heftiger Regenschauer altenglischer Art.

Da es auch am Freitagmorgen noch trübe aussah, entschlossen wir uns, den Burgberg zu erklimmen und das dortige Castle zu besichtigen. Das Hochplateau über der Stadt ist teils noch mit der Ringmauer umgeben, die immer noch beeindruckende Ruine des Bergfrieds beherrscht den Burghof und mehrere Gebäude aus früheren Zeiten können besichtigt werden. Wie wir aus dem Audioguide erfuhren, waren 1914 deutsche Kriegsschiffe vor Scarborough aufgetaucht und hatten Castle und Stadt beschossen. Durch den 14ha großen Peasholm Park wanderten wir zurück ins Stadtzentrum und stärkten uns im „The Lord Rosebury“. Bei Gin Tonic und White Wine ließen wir den letzten Abend in England ausklingen, denn am Samstag ging es mit dem Zug zurück nach Manchester und zum Flug nach Stuttgart. Fazit: England ist durchaus eine Wanderreise wert. Tipps und Adressen gerne von unserer Wonderleaderin Heike.

Bilder von Digel

Englandfahrt erster Teil

Es sei ungewöhnlich, nach England zum Wandern zu reisen? Die 15 Mitreisenden aus unserer Ortsgruppe könnten sich jedenfalls daran gewöhnen. Am Donnerstag, den 19.07., ging es per Direktflug von Echterdingen nach Manchester und dann mit Mietwagen weiter nach Thurlstone am Rande des ältesten, englischen Nationalparks im Peak-District. Die Unterkunft in einem ehemaligen Pfarrhaus neben der Kirche begeisterte uns gleich; gepflegter, alter englischer Stil, außen und innen. Da das Wetter, gänzlich unenglisch, nahezu die ganze Zeit über trocken und mit angenehmen Temperaturen gesegnet war, konnten wir unser Wanderprogramm weitgehend durchziehen.

Am Freitagvormittag erklommen wir vom Stausee Ladybower Reservoir aus den Win Hill. Der Weg führt durch Wald- und Moorlandschaft zum freien Gipfel. Die Aussicht von den Gipfelfelsen lohnte den Aufstieg über 300m auf jeden Fall. Nach dem Mittagessen im Yorkshire Bridge Inn wanderten wir erneut oberhalb eines Trinkwassersees (Upper Derwent Reservoir zur Versorgung der umliegenden Großstädte Manchester, Sheffield und Derby) durch die herrliche Landschaft Mittelenglands zum Derwent Edge (538m). Nur selten begegnet man anderen Wanderern, dafür wurden schon mal Rebhühner oder Fasanen aufgeschreckt.

Der Samstag war einem Besuch in Manchester vorbehalten. Die Metropole mit über 500.000 Einwohnern war einst die wichtigste Industriestadt der Welt (!) mit ihrer Textilindustrie. Die erste Eisenbahn der Welt führte von Manchester nach Liverpool. Nach dem Niedergang der Textilindustrie erlebte Manchester schwere Zeiten. Heute ist die Stadt nach der Wirtschaftsstärke auf Platz drei in Großbritannien. Wir besuchten das Imperial War Museum mit beindruckenden Dokumenten zum ersten und zweiten Weltkrieg. Eine kleine Gruppe ließ es sich dann nicht nehmen und machte eine geführte Tour durch das Fußballstadion von Manchester United „Old Trafford“. Nach Sightseeing und Shopping trafen sich alle wieder im Pub „Old Wellington“ und mit einem leckeren Essen beim Italiener ging der Tag zu Ende.

Am Sonntag unternahmen wir eine Wanderung in die und durch die Geschichte. Das Dorf Eyam ist bekannt als Pest-Dorf. In den Jahren 1665 und 1666 wurden 75 % der Bevölkerung vom „Schwarzen Tod“ dahingerafft. Nahezu an jedem Haus im Dorf steht eine Tafel mit den Namen der verstorbenen Familienmitglieder. Die Kirche „Plague-Church“ (Pest-Kirche) ist ein Kleinod, in der Umgegend findet man Kleinstfriedhöfe der pestgeplagten Bauernfamilien. Im Pub/Restaurant „Miners Arms“ gab es zur Stärkung Fisch, Pie, Braten und leckeren Nachtisch. Dass es in England extra Pub-Walks (Wanderwege von und zu Pubs) gibt, braucht nicht zu wundern. Die meisten Pubs sind urig, alt und bieten gutes Essen und natürlich Bier, mittlerweile in dutzenden Sorten; so auch das Old Horns Inn in High Bradfield. Es war Ausgangs- und Endpunkt einer wunderschönen Wanderung um das Agden Bog Nature Reservoir. Tolle Naturpfade am Stausee entlang, auf die Höhen rundherum, neben Viehweiden (Highland-Cattle und Ralfs Lieblinge die Sheep) und durch offene Parklandschaften haben uns begeistert. Dass der erste Teil des Englandaufenthalts (drei Unentwegte blieben noch länger) bei einem Pubbesuch in Thurlstone endete, dürfte kaum überraschen. Dabei wurde sogar gesungen und Kontakt zum Gesangsverein des Ortes geknüpft.

Lieben Dank an die Organisatorin Heike, die Linksfahrer in den Autos, den disziplinierten Auftischern, Abspülern, Kochern, an Ralf für die Duschmöglichkeit in seinem Zimmer und der ganzen Truppe für harmonische Wandertage im Herzen Englands.

Kleines English Dictionnary:

Priority: völlig onaidige Geldverschwendung beim Fliaga

Mann-englischer Käse: völlig richtige Übersetzung von Manchester

Booksla: fast völlig ausreichende kleine englischsprachige Wanderführerbiachla

Sex and crime: Zeitvertreib hinter kleinen Küchenschranktüren (doorles), nichts für Völlige (!?)

Notblicker: bereits lizensierte Linksfahrer, mit N auf dem Auto und völligem Nichtblick

Snickersbrot: anfangs völlig unterschätzte, süchtig machende Frühstückskombination

„Der frühe Vogel fängt das Toilettenpapier“: Materialmangel lässt sogar notorische Langschläfer völlig früh aufstehen

Bilder von Digel, Ginglseder, Over, Wahl