28.12.2025 – Ortsgruppe
Ende aus! Nochmal raus!
So viele waren es noch nie! Über zwanzig nachweihnachtliche Wanderer genossen am Sonntag, den 28. Dezember, das herrliche Winterwetter für einen zweistündigen Spaziergang im Süden und Osten von Wäschenbeuren. Vom TSV-Parkplatz über die Barbarossastraße ging es hinab zum Sonderbachsee, ein Stück am Radweg entlang, das Häbere hinauf, ein kurzes Waldstück hindurch und wieder hinab zum Radweg am Altenberg. Über das Gewerbegebiet wanderten wir dann wieder hinauf zur TSV-Gaststätte, wo wir einkehrten. Mit Frischluft betankt, mit Wintersonne verwöhnt, die etwas eingerosteten Knochen mobilisiert, so machten wir es uns im Hüftgold gemütlich und stärkten uns dort. Ein schöner Jahresabschluss, der Aktive und Senioren zusammenbrachte. Auf ein Neues in 2026: a guats Neis und bleibet gsond!
Hans-Jürgen Digel
Bilder von Digel
14.12.2025 – Ortsgruppe
Strahlende Gesichter bei der Waldweihnacht
Traditionen werden hochgehalten beim Albverein und somit stand am 14. Dezember die 45. Waldweihnacht an. An die Kinder wurden am Treffpunkt TSV-Parkplatz die Fackeln ausgeteilt und schon wanderten alle los in die beginnende Dunkelheit hinein runter zum Gaißrein. Am Sängerheim stand ein großer, beleuchteter Weihnachtsbaum, war die wunderschöne Krippe mit Jesuskind, Maria und Josef aufgebaut und der Stand mit Kinderpunsch, Glühwein und warmen Brezeln war natürlich auch da.
Eine schöne, schon lang währende Tradition ist es auch, dass die Bläser des Musikvereins den Abend mit einem Choral eröffnen. Alle Gäste dürfen dann beim ersten Lied der Singgruppe mit einstimmen: „O Du fröhliche“. In der anschließenden Begrüßung gab es einen kleinen Rückblick auf frühere Waldweihnachten, wo man zu Anfang wirklich tief im Wald gemeinsam sang und Gedichte hörte. Dann folgten viele Jahre im Burghof des Wäscherschlosses und seit einigen Jahren fand die Waldweihnacht eine neue, schöne Heimat direkt am Sängerheim des Liederkranzes.
Die Flötengruppe von Melanie Knödler, die Bläser und die Singgruppe des Albvereins präsentierten die schönsten Weihnachtslieder und nach dem erneut gemeinsamen Lied „Lasst uns froh und munter sein“ trafen dann auch der Heilige Nikolaus und sein Begleiter Knecht Ruprecht ein. Aus dem prall gefüllten Sack erhielten alle Kinder ein Geschenk. Es macht so viel Freude, den Kindern bei vorgetragenen Gedichten oder Liedern zuzuhören. Nach dem Schlusswort stand man noch gemütlich zusammen, genoss den guten Glühwein und wünschte sich schließlich gegenseitig frohe Weihnacht.
Bilder von Behrendt
30.11.2025 – Ortsgruppe
Advent – Abschluswanderung
Obwohl es der Wettergott nicht besonders gut mit uns meinte, trafen sich doch 16 Personen, um den Sonntagnachmittag bei Wandern und guter Unterhaltung zu verbringen, am Parkplatz der Stauferschule in Wäschenbeuren. Hier bildeten sich zwei Gruppen:
Gruppe 1: Auf Schusters Rappen 8 km, durch das Marbachtal, hinauf zum Reinhold-Maier-Turm und nach Rattenharz zum gemeinsamen Abschluss.
Gruppe 2: Mit den Autos zum Parkplatz beim Gasthof „Schurwaldhöhe“, wo der Abschluss stattfinden soll.
Gruppe 1: Die Heubeundstraße hinaus ging es zunächst bei Regenwetter immer geradeaus zum Wanderparkplatz Braunhalde und dann hinab ins Marbachtal. Und schon hörte es auf zu regnen. Es folgte der Anstieg Richtung Breech, das wir links liegen ließen, um uns nach rechts Richtung Reinhold-Maier-Turm zu wenden. Am Turm vorbei erreichten wir nach zwei Stunden Rattenharz und den Gasthof „Schurwaldhöhe“.
Gruppe 2: Vom Parkplatz ging es ein kleines Stück der Straße entlang, bis der Wanderweg erreicht war. Bei leichtem Nieselregen liefen wir, auf sehr nassem Laub, im Wald, auf dem Remstalweg, zu unserem ersten Etappenziel, dem Reinhold-Maier-Turm, einem ehemaligen Wasserturm der Landeswasserversorgung. Nun folgte eine etwas längere Rast. Wenn unsere Wanderführerin (Renate) im Plan steht, braucht man sich um das leibliche Wohl keine Sorgen zu machen. Der Jahreszeit entsprechend wurden wir verwöhnt mit: einem Schnäpschen und Glühwein zum Aufwärmen, des Weiteren, für den Zuckerhaushalt, mit: Weihnachtsstollen, Gutsle und weiteren Süßigkeiten. Ein paar Mitwandernde nahmen auch die Gelegenheit war, den Turm, er ist ja immer geöffnet, zu erkunden und den tollen 360 Grad Rundblick oben zu genießen. Nun ging es weiter, durch den Schweizerhof, dann auf einem Wiesenweg und einem naturbelassenen Waldweg, zum Wanderweg, der aus dem Marbachtal kommt. Leicht ansteigend erreichten wir nach etwa 5 km Wegstrecke, überwundenen 80 Höhenmetern und einer reinen Gehzeit von etwa 1,5 Stunden unser Ziel.
Hier trafen sich alle (fünf Personen kamen noch dazu) zur Abschlusseinkehr wieder. Bei guten Gesprächen, gutem Vesper und genügend zu trinken wurden noch, der Jahreszeit entsprechend, es war ja der 1. Advent, vorweihnachtliche und auch schon weihnachtliche Lieder mit Akkordeon- und Gitarrenbegleitung gesungen. Ein harmonischer und schöner Jahresabschluss war gegen 19:00 Uhr beendet. Besten Dank an alle, die dabei waren, und bleibt gesund, sodass wir uns bei einer Wanderung im neuen Jahr 2026 wiedersehen können.
Die Organisatoren
Renate, Hansi und Hans-Jürgen
Bilder von Ginglseder
21.11.2025 – Ortsgruppe
Grandiose Bilder vom K2
Am Freitagabend, den 21.11.25, konnten sich unsere Gäste beim Multivisionsvortrag von Bertram Rueb richtig satt sehen an Bildern von seiner Wanderung im Karakorum zum K2, dem zweithöchsten Berg der Erde. Er liegt auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Rueb berichtete natürlich auch von der schon beschwerlichen Anreise per Flugzeug von Basel über Istanbul nach Bishkek, der Hauptstadt Kirgisistans, der Weiterreise mit Bus und Geländewagen nach China hinein und bis zum Ende der Autostraße in einem kleinen Uigurendorf. Das Volk der Uiguren, der Religion nach Moslems, wird von den Chinesen nicht als gleichberechtigt behandelt und unterdrückt. Die Armut ist überall sichtbar, die traditionelle Lebensweise geht erzwungenermaßen verloren, die Versorgung mit Lebensnotwendigem, insbesondere Gesundheitsversorgung, ist mehr als mangelhaft.
Von dieser letzten anfahrbaren Station ging es nun zu Fuß über 95 km hinein in dieses nahezu unberührte, unwirtliche und für uns unbekannte Gebirge namens Karakorum. Mehr als die Hälfte der Fläche (ca. 75.000 qkm, größer als ganz Bayern) liegt oberhalb von 5.000 m. Kamele sind als Lasttiere dabei und zwei einheimische Führer sowie ein Küchenteam für die ganze Gruppe von 15 Personen. Alles muss mitgebracht werden: Essen, Zelte, Kleidung, Schlafsäcke usw.. Die Nächte sind bitterkalt, am Tag sticht in den Tälern jedoch die Sonne vom wolkenlosen Himmel herab. Immer wieder mussten eiskalte Bäche und Flüsse durchquert werden und es ging immer höher hinauf. Schließlich konnten auch die Kamele nicht mehr mit und ein Lastesel begleitete noch die Wanderer.
Glücklich wurde das Basislager der Bergsteiger am Ende des Gletschers erreicht, von wo aus sich der K2 majestätisch bis auf 8.611 m Höhe erhebt. Dieser Berg gilt als wesentlich schwieriger zu besteigen als der Mount Everest. Erst 800 Bergsteiger haben seit der Erstbesteigung 1954 den Gipfel erreicht. Für Reinhold Messner ist er der „Berg der Berge“!
Nach dem Aufenthalt im Basislager mussten die 85 km zurück erneut bewältigt werden. Steinschlag, wilde Flüsse und Höhenkrankheit bedrohen die Wanderer. Schon ein umgeknickter Knöchel stellt ein Problem dar, da keine Infrastruktur besteht. Bertram Rueb und seine Frau Ingeborg sind wieder heil zurückgekehrt. Eindrucksvoll schilderte er die Strapazen und die faszinierende Natur der Wanderung zum K2.
Hans-Jürgen Digel

09.11.2025 – Ortsgruppe
12.10.2025 – Familiengruppe
Unterwegs auf dem Skulpturenweg in Neuler
Am Sonntag, den 12. Oktober trafen sich die jungen Familien in Wäschenbeuren und machten sich auf nach Neuler im Herzen der Ostalb, um gemeinsam den Skulpturenwanderweg zu erkunden.
Nach einer etwa 40-minütigen Anfahrt trafen sich alle auf dem Schulparkplatz im idyllisch gelegenen Neuler.
Zu Beginn führte die Wanderung zunächst ein Stück durch den Ort, ehe dann der eigentliche Skulpturenweg losging. Entlang des Weges gab es verschiedene Holzskulpturen zu bestaunen. Diese wurden von örtlichen Künstlern erschaffen. Wir hatten Glück mit dem Wetter, da es zwar überwiegend bewölkt war, aber ab und zu dann doch noch die Sonne durchblinzelte, so dass die bunten Herbstblätter dann gleich nochmals kräftiger leuchteten. Auch die Vielfalt an Pilzen in unterschiedlichsten Farben und Formen sorgte für Begeisterung bei Groß und Klein. Nachdem der Skulpturenweg sich zu Ende neigte, ging es weiter zum „WaldWunderWeg“, wo eine wohlverdiente Pause eingelegt wurde, da wir schon eine Weile unterwegs waren. Der „PhantasTisch“ bot dazu die beste Voraussetzung: ein 10 Meter langer Holztisch mit durchgängigen Bänken auf beiden Seiten. Platz also für jede Menge kleiner und großer Wanderer zum Vespern. Direkt daneben wurde von den Kids auch noch fleißig die „Em Reng Rom Liege“ ausprobiert. Weiter ging es zum „Butzakua“ Basketball, bevor dann die Wald-Rutsche in Beschlag genommen wurde, die für viel Spaß sorgte. Den Abschluss bildeten zwei parallel verlaufende Murmelbahnen, auf denen sich spannende Wettrennen entwickelten und die Kinder mit großer Begeisterung ihre Murmeln ins Ziel rollten.
Es war ein gelungener und harmonischer Herbstspaziergang.
Familie Otte

Bild von Otte
27.09.2025 – Ortsgruppe
Eintauchen in das Leben des historischen Wäschenbeurens
Peter Schührer erfreut die Gemeinde schon seit Jahren mit seinen ortsgeschichtlichen Spaziergängen. Nach Auflösung der örtlichen Geschäftsstelle der VHS hatte sich Peter Schührer bereit erklärt, die Tradition unter der Schirmherrschaft des Schwäbischen Albvereins fortzuführen. Selbstverständlich richtete sich die Einladung an alle Interessierten, und so folgten am Samstag, den 27.09.25, zahlreiche Wäschenbeurener und ‚Reigschmeckte‘ den Ausführungen von Peter Schührer auf dem Weg vom Marktplatz über die Maiergasse zur alten Schule. Für eine Albvereinsveranstaltung waren die 280 m zu bewältigende Strecke sehr kurz. Aber die 1,5 Stunden waren gefüllt mit kurzweiligen Geschichten aus der Vergangenheit Wäschenbeurens. Peter Schührer erzählte die Anekdoten so frisch und lebendig, dass man sich unweigerlich in die Vergangenheit zurückversetzt fühlte, als würde man die Begebenheiten selbst miterleben.
Am Marktplatz bewunderten wir das 1588 erbaute Amtshaus, das älteste Gebäude Wäschenbeurens, in dem bis vor kurzem noch die Kreissparkasse untergebracht war. Wäschenbeuren gehörte damals zu Vorderösterreich. Die Ortsherren von Wäschenbeuren, die Herren von Rechberg zu Staufeneck, bestellten damals einen Vogt zur Verwaltung von Wäschenbeuren. Das Amtshaus diente u.a. als Gericht, Wäschenbeuren war die Blutsgerichtsbarkeit zugesprochen worden. Der Vogt zusammen mit 12 Schöffen aus der Wäschenbeurener Bürgerschaft fällte bis zur Auflösung der Blutsgerichtsbarkeit in Wäschenbeuren allein im 18. Jahrhundert 7 Todesurteile. Die Vollstreckung der Todesstrafe erfolgte auf dem Galgenberg. Sie wurde aber einem Scharfrichter aus Schwäbisch Gmünd anvertraut, begleitet durch Kapuzinermönche, ebenfalls aus Schwäbisch Gmünd.
Ende 1805 wurde Wäschenbeuren württembergisch. Fortan wurde das Amtshaus von Förstern und Landjägern (Polizei) genutzt. Daher wird das Amtshaus in Wäschenbeuren auch heute noch als Forsthaus bezeichnet.
Immer wieder ging Peter Schührer auf den 19. April 1945 ein, an dem Wäschenbeuren von den amerikanischen Streitkräften mit Napalm-Bomben größtenteils zerstört wurde. Am Marktplatz überstanden nur das Amtshaus und das Gasthaus Germania den Angriff. Das Rathaus der Gemeinde war ebenfalls dem Brand zum Opfer gefallen. Das Amtshaus fungierte daher nach dem 2. Weltkrieg bis zum Bau des aktuellen Rathauses, 1952, als Rathaus.
Nächste Station des Ortsspaziergangs war die katholische Kirche. Es ging die Treppen hinauf zur Kirche. Hier stand das frühere Pfarr- bzw. Schwesternhaus, das den Bombenangriff überstand. Der Kirchturm wurde bei dem Angriff vom 19. April 1945 zerstört.
An der Kirchenwand findet sich ein Grabstein mit eindrucksvollem Liebesgedicht, dessen volle Abschrift Peter Schührer rezitierte. Die Lebensverhältnisse damals waren herb, die Kindersterblichkeit hoch, und viele Frauen starben am Kindbettfieber bei der Geburt eines Kindes. Der Grabstein-Verfasser, Vogt Plicksburg, verlor 2 Ehefrauen und 18 Kinder, bevor er selbst zu Grabe getragen wurde. Nur vier Kinder erreichten das Erwachsenenalter.
Der Spaziergang führte nun zum aktuellen Rathaus. Bei seiner Einweihung im Jahre 1952 hatte Wäschenbeuren keinen hauptamtlichen Bürgermeister. Die Geschicke des Ortes wurden vom stellvertretenden Bürgermeister, Gemeinderat Deibele, geleitet. Während der Einweihungsfeier, zu welcher der Landrat gekommen war, hämmerten Handwerker lautstark am Kirchturm. Die Handwerker wurden gebeten, die Arbeiten ruhen zu lassen und an der Feier teilzunehmen. Doch die Handwerker hämmerten lautstark weiter. Ein angeblicher Konflikt zwischen Kirche und Gemeinde wurde heiß diskutiert. In Wahrheit hatten die Arbeiter am Kirchturm die einladenden Worte gar nicht gehört.
Wäschenbeuren erfreute sich früher zahlreicher Gasthäuser. Das Rössle gegenüber dem Rathaus war für seine erstklassigen Tellersülzen bekannt. Peter Schührer erzählte von einer Anekdote, als die örtlichen Feuerwehrkameraden ein ‚links um‘ des Kommandanten in ein ‚rechts um‘ wandelten und damit den Weg ins Rössle einschlugen.
Es ging weiter zum Anwesen Wahl, mit Hausnamen Saikarle. Sai steht für See, der sich früher auf der Hinterseite des Bauernhofs befand. Auch dieser Bauernhof brannte am Schicksalstag Wäschenbeurens ab. In letzter Minute wurde der drei Wochen alte Karl Wahl, später Pfarrer und heute wieder in Wäschenbeuren lebend, aus dem Zimmer im oberen Stock gerettet.
Die Feuerwehr, unser nächstes Ziel, zeigt wie die Kirche während des großen Brandes von der Feuerwehr gelöscht wurde. Das Gemälde stellt die Kirche mit Nebengebäuden aus der Zeit vor der Vergrößerung, 1936, 1937, dar.
Im ehemaligen katholischen Kindergarten neben dem ehemaligen Schwesternhaus Sankt Elisabeth, wurden alle Wäschenbeurener Kinder in einem Raum von einer Schwester und einer Hilfskraft betreut. Das waren einmal 135 Kinder. Was für Zeiten!
Letzte Station waren die nicht mehr existierende alte Schule (heute Parkplatz der Stauferschule) sowie die aktuelle alte Schule. Nach dem großen Brand diente die ehemals alte Schule vielen Wäschenbeurenern als Zufluchtsstätte. Haus und Hof vieler Wäschenbeurenern war dem Brand zum Opfer gefallen, Unterbringung bei Verwandten und Freunden war begrenzt. Der Unterricht wurde daher in dieser Zeit auf die heutige alte Schule konzentriert.
Auch wenn diese Zusammenfassung sehr ausführlich ausgefallen ist, umfasst sie nur einen kleinen Auszug. Dieser Bericht spiegelt nicht annähernd die Leidenschaft und die lebendigen Schilderungen von Peter Schührer wider. Ein herzliches Dankeschön an Peter Schührer für diese tolle Führung sowie die damit verbundenen langjährigen Recherchearbeiten. Eine spannende Aufarbeitung der Wäschenbeurener Geschichte!
Peter Schührer hat insgesamt 5 verschiedene historische Touren durch Wäschenbeuren in petto. Wir dürfen uns schon auf eine Wiederauflage im nächsten Jahr freuen 🙂
Heike Behrendt
Bilder von Digel und Behrendt
21.09.2025 – Familiengruppe
Wanderung beim Felsenmeer im Wental
Am Sonntag, 21. September machten wir uns in einer kleinen Gruppe auf ins Wental bei Essingen um dort im „Felsenmeer“ zu wandern. Auch das Wetter machte gut mit und die Kinder hatten großen Spaß daran an den imposanten Felsen zu klettern und die kleinen Gipfel zu erklimmen. Nach einem schönen Rundweg vorbei an Felder und durch den Wald wurde das Feuer angezündet und gegrillt bevor es wieder nach Hause ging.
Familie Mack
20.09.2025 – Wandergruppe
15. Brauereiwanderung
Am 20.September führte uns unsere 15. Brauereiwanderung dieses Mal in den Landkreis Schwäbisch Hall in die Region Hohenlohe-Unterfranken.
Nach 2-stündiger Busfahrt über Rot am See trafen wir in der schönen barocken Stadtanlage Bartenstein ein. Kurze Pinkelpause im alten Rathaus nachdem uns unsere Busfahrerin am Marktplatz gleich neben dem Rothenburger Tor (früher Gefängnis) verabschiedete.
Startsignal zu unserer 1 ½ stündigen Wanderung rund um Schloss Bartenstein war ein kleines Bierlikörchen. Unser Weg führte uns die Schlossstraße entlang direkt am Schloss Bartenstein vorbei; eine imposante Barocke Dreiflügelanlage in Hufeisenform, die ab 1710 in ca. 55-jähriger Bauzeit nach Abbruch der Burg aus dem 13.Jahrhundert erbaut wurde. Im dazugehörigen Hofgarten soll unter anderem 1796 hier von Mozart „Die Zauberflöte“ und 1825 „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber aufgeführt worden sein. Den Schlossherrn, seine Durchlaucht Maximilian Leopold Carl Alois Fürst zu Hohenlohe Bartenstein, konnten wir leider nicht besuchen, weil es unser Zeitplan nicht zuließ.
Das Wetter meinte es sehr gut mit uns und die Sonne strahlte unserer 20-köpfigen Wandergruppe in vollster Intensität entgegen, was so manchem beim Bergauflaufen ganz schön ins Schwitzen brachte. Nach unserer Rundwanderung und einem kurzen Fotostopp vor dem Schloss ging es die wildromantische Schlossstaffeln (Teil des HW3) hinunter nach Ettenhausen.
Das Gasthaus zum Ettetal hatte extra für uns schon zum Mittagessen geöffnet und erwartete uns schon im Biergarten, wo wir mit leckeren Gerichten empfangen wurden und unter anderem unseren großen Durst mit einem kühlen Bier aus der Brauerei Franken Bräu löschen konnten.
Frisch gestärkt traten wir vom Ettetal bergauf den Weg zu unserem Ziel Brauerei Franken Bräu in Riedbach an, die wir in ca. einer Stunde erreichten.
Der Braumeister Jochen erwartete uns schon und sah uns unsere „Unterhopfung“ an und gab erstmal für jeden eine kühle Halbe naturtrübes FrankenBräu aus der kühlen Zapfanlage aus, um unseren Flüssigkeitsmangel wieder auszugleichen. Mit seiner humorvollen, authentischen Art führte der „Braumeister mit Leib und Seele“, der, wie er sagte, „sein Hobby zum Beruf machte“, durch die Brauerei und erklärte und zeigte uns die Abläufe. In der Abfüllanlage stellte er uns noch die anderen Biere vor, die sie selbst herstellen oder abfüllen und verhehlte uns nicht, dass er von den „Flutscherle“ (kleine 0,3 Flaschen) nicht viel hielt, weil da nicht so viel drin ist.
Er ermunterte uns immer wieder, Bier aus der großen Kühlzapfanlage nachzutanken. Manche hätten gerne noch etwas länger dort verweilt, aber unser Bus wartete schon auf uns, dass er uns pünktlich bis 17.00 Uhr nach Rot am See ins Rössle fahren kann, wo wir noch einmal sehr gut bewirtet wurden.
Pünktlich um 19 Uhr traten dann die Teilnehmer sichtlich zufrieden und müde die Heimfahrt nach Wäschenbeuren an.
Es war wieder eine schöne Bierwanderungsausfahrt mit teils neuen und auch treuen Wiederholungsteilnehmern und eine tolle Stimmung, bei der jeder seinen Teil dazu beitrug.
Susanne und Rainer Kühner
Bilder von Digel und Behrendt
07.09.2025 – Senioren
Wanderung auf dem Waldstetter Bunkerweg
Zu unserer Nachmittagswanderung am 07.09. hatten sich unsere Organisatoren Willi und Liese Hirner etwas Besonderes einfallen lassen. Eine Wanderung mit historischem Hintergrund. Keine Schlösser, Burgen oder sonstige Sehenswürdigkeiten standen im Fokus, sondern der „Waldstetter Bunkerweg“. So traf sich eine Gruppe von fast 30 Interessierten, auch aus anderen Ortsgruppen, beim Parkplatz in Waldstetten. Hier wurden wir schon von einem Kenner der Materie, Herrn Rudi Rohnfelder vom Waldstetter Heimatverein, empfangen.
Er stimmte uns schon hier auf das Kommende ein. Zu Zeiten des „Kalten Krieges“ (in den 50er Jahren) wurden hier 28 Bunker zur Lagerung von Munition, Treibstoff und anderen Versorgungsgütern für drei Kasernen (Hardt Kaserne, Kaserne Mutlangen und Cook Baracks in Göppingen) gebaut. Alles war streng geheim und nicht einmal die Bewohner erfuhren, was oben passierte. Benutzt wurden sie bis 1987, dann wurde das Gelände, mit allem, wieder dem deutschen Staat zurückgegeben. Schon im Jahr 1988 rutschten bei einem Hangrutsch nach starken Regenfällen drei Bunker nach unten. Sie waren so beschädigt, dass sie gesprengt und weggeräumt wurden. Auch die Zufahrtstraße war weg und so gibt es bis heute nur einen schmalen Trampelpfad durch das Gebiet, das als Naturschutzgebiet (als Bannwald) sich selbst überlassen ist. 200 Höhenmeter mussten von uns bei schwülwarmem Spätsommerwetter bewältigt werden. Nach ein paar Verschnaufpausen, die zur weiteren Information genutzt wurden, erreichten wir den ersten von noch 25 Bunkern. Die schweren Metalltüren hängen schon schräg und nicht mehr funktionsfähig in den dunklen Türöffnungen. Alle Bunker sind 25×12 Meter groß und gleich aufgeteilt. Der erste ist jedoch eine Ausnahme: hier wurden Gasmasken auf ihre Funktionstüchtigkeit, in einem dafür mit Absauganlage versehenen Erweiterungsbau, getestet. Deshalb wird er auch „Gasbunker“ genannt. Weiter führte uns der Weg an mehreren Bunkeranlagen vorbei und wir erfuhren einiges über ihre weitere Verwendung. So durfte ein Landwirt seine Maschinen in einem unterbringen. Ein Weiterer wurde von einer Schule, über mehrere Jahre, als besondere Location für die Abifeier genutzt, natürlich mit Genehmigung. Bei sechs dieser Bunker wurden die Türen zugemauert und sie dienen nun Fledermäusen und anderem Getier als Unterkunft und zur Überwinterung.
Was nicht fehlen darf ist eine kurze Pause zur Stärkung mit einigem Hochprozentigem (Dank an Willi mit Frau !!!). Nun ging es abwärts und schnell waren die Autos erreicht. Unser nächstes Highlight war das „Heimatmuseum Waldstetten“ mit kleinem, gemütlichem Café. Bei Kaffee, leckerem Kuchen und sonstigen Getränken wurde lebhaft über das Erlebte gesprochen. Gegen 17:00 Uhr verabschiedeten und bedankten wir uns bei Rudi Rohnfelder und seinem Team für dieses tolle Erlebnis. Zur Abschlusseinkehr waren wir in Strassdorf beim „Stadtwirt“ angemeldet, wo wir den Tag mit Essen und Trinken bei bester Stimmung und schönstem Wetter, in der Außengastronomie, ausklingen ließen. Diese Tour und das Heimatmuseum sind äußerst empfehlenswert. Es werden Gruppenführungen angeboten. Näheres im Internet unter Heimatmuseum, Bunkerweg Waldstetten.
Besten Dank an unsere Organisatoren Willi und Liese sowie allen die dabei waren.
i.A. der Wanderwart OG Wäschenbeuren Hansi Ginglseder
- weitere Erklärungen von Rudi
- der Gasbunker
Bilder von Ginglseder
29.06.2025 – Familiengruppe
Feenwanderung
Bei sommerlichen Temperaturen von über 30°C gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten- entweder man geht ins Freibad… oder in den Wald!!
Eine Gruppe von 26 großen und kleinen Wanderern der jungen Familien wählten am 29.06.25 den Wald und machten sich auf Feenspuren durch den Römerwald bei Welzheim. Am Wanderparkplatz „Wellingtonien“ begrüßten wir erst uns und dann die imposanten Mammutbäume, die den Startpunkt unserer Wanderung markierten. Um einen Mammutbaum zu umarmen braucht es sage und schreibe SIEBEN Kinder – wir haben es ausprobiert!!
Im Wald war es zwar auch kuschelig warm, doch dank viel Schatten, wenig Höhenmetern, etwas Wind und einigen Trinkpausen konnten wir es gut aushalten. Nachdem der Gökelerturm, die Ruine eines römischen Wachtturms, erfolgreich von den 13 Kids erobert worden war, zog es uns nur noch ans Wasser.
An der Lein angekommen, wurden auf der Stelle Schuhe und Socken ausgezogen und dann nix wie ab ins kühle Nass – zumindest mit den Füßen… Diese Erfrischung kam genau zum richtigen Zeitpunkt und so machten wir dort auch die längste Pause, bevor es dann, am Wasser entlang, auf den letzten Abschnitt der ca. 5km langen Runde ging.
Zum Abschluss unserer Wanderung verbrachten wir noch gemütliche Stunden im Welzheimer Biergarten und auf dem wunderschönen Römerspielplatz – für Groß und Klein der gelungene Ausklang eines tollen Tages im Wald!!
Fam. Schick
- Kinder der Wandergruppe auf den Mauerresten eines Römerwachturms.
- barfüßige Kinder der Wandergruppe sitzen auf einem Baumstamm und einer Brücke quer über dem Bach.
Bilder von Schick
16., 17. und 18.06.2025 – Wandergruppe
Tolle Wanderwoche in Siebenbürgen (Rumänien) – Teil 2
Tag 3: Der Montag führte uns zunächst nach Heltau (Cisnădie), um die dortige Kirchenburg zu besichtigen. Insgesamt gibt es in Siebenbürgen 150 Kirchenburgen bzw. Wehrkirchen. Befestigt ab dem 15. Jahrhundert dienten sie zur Verteidigung der Orte gegen Überfälle besonders der Tataren und Osmanen. Den ganzen Ort konnte man nicht mit einer Mauer umgeben, also schützte man nur die Kirche als Rückzugsort. Diese Kirchen haben oft sehr massive, wehrhafte Türme und teilweise mehrere Mauerringe außenherum. Die Heltauer Kirche entstand im 13. Jahrhundert und enthält u.a. einige der ältesten Zeugnisse der Siebenbürger Sachsen.
Durch den Pfarrgarten ging es danach zurück zum Marktplatz und rein in die Uber-Autos, ab nach Hermannstadt.
Hermannstadt ist eines der Zentren Siebenbürgens. Die moderne Großstadt hat 135.000 Einwohner und ein wunderschönes historisches Zentrum mit Ober- und Unterstadt. Einst Sitz der „Universitas saxonum“, des Siebenbürger Parlaments, wurde es in ungarischer und auch habsburgischer Zeit stetig vergrößert und ausgebaut. Nach dem 1. Weltkrieg kam Siebenbürgen zu Rumänien und Ende der dreißiger Jahre waren erstmals die Deutschen nicht mehr die größte Gruppe in der Stadt. Wir erfuhren viel über Geschichte, Architektur und Religion während der Führung, die wir erneut Cosmin und Adrian verdankten. In den Abend hinein ging es mit einer Weinprobe rumänischer Weine weiter und danach mit einem gepflegten Abendessen in einer der malerischen Gassen der Unterstadt.
Tag 4: Stadtführungen etc. soll man nicht unterschätzen hinsichtlich zurückgelegter Kilometer und dazu noch treppauf-treppab in Kirchtürmen usw.. Aber eine richtige Wanderung ist dann doch noch schöner! Also hinaus aus der Stadt in die Karpaten und in geteilter Truppe hoch den Berg. Ausgangsort war Hohe Rinne (Păltiniș), ein Luftkur- und Wintersportort, der 1894 vom Siebenbürgischen Karpatenverein gegründet wurde. Auf schönen Naturwegen ging es durch eine Art Mittelgebirgslandschaft (1400m bis 1700 m Höhe) mit viel Wald und dann doch auf den Höhen mit tollen Ausblicken. An der Talstation des Sessellifts war die Gruppe dann wieder vereint und es ging nach Reschinar (Rășinari) zum Abendessen in ein wunderschönes Restaurant mit Terrasse am Teich.
Mit dem ÖPNV wollten wir zurück nach Hermannstadt und erlebten ein nicht gekanntes Exempel kundenorientierten Services. Am Haltepunkt des Busses (Haltestelle gibt es nicht) war unsere Gruppe (21 Pers.) versammelt und auch etliche Rumänen warteten auf den Bus. Der kam um die Ecke, war aber nur ein 20sitziger Bus. Der Fahrer sieht die Menge, parkt den Bus an der Seite, lässt die bereits in diesem Bus sitzenden Fahrgäste aussteigen, geht zu einem Gittertor, holt einen großen Bus heraus, fährt vor und nimmt alle (auf Sitzplätzen) mit nach Hermannstadt. Flexibel, kundenorientiert, Service vom Feinsten, so wünscht man sich den Nahverkehr.
Tag 5: Langsame Steigerungen machen auch das Wandern spannend. Nach 400 Höhenmetern am Vortag sollten es jetzt schon 500 Höhenmeter sein. Abrupte Gegensätze allerdings erstaunen doch immer wieder. Aus der Großstadt nur 20 km hinaus und schon bist du in einem Dorf ohne geteerte Straßen mit einfachen Hütten und sicher einfacher Lebensweise. Prislop heißt das Dorf und es war für die Bergwanderer der Ausgangspunkt für die Wanderung zur Berghütte MSG. Extra für uns hatten die Betreiber die Hütte unter der Woche geöffnet. Sie stärkten die Wanderer nach dem schweißtreibenden Aufstieg mit kühlen Getränken und deftigem Hüttengulasch. Gefüllte Pfannkuchen als Nachtisch machten alle wieder munter bzw. ließen einige in einen tiefen Mittagsschlaf versinken! Schließlich wartete noch der nicht minder anstrengende Abstieg. Derweil hatten sich zwei „Nicht-Bergwanderer“ den ganzen Tag gemütlich eingeteilt und waren in Michelsberg gewandert: zur Kirchenburg auf den Hügel, rund um den Ort, zu einem Freizeitpark mit Hobbit-Museum und schließlich auch zur Einkehr im Dorf. Eine nette Begegnung mit einem Briten, der dort demnächst ein Café eröffnet und es gerne präsentierte, gehörte auch dazu. Ohne Verluste kamen alle wieder in Hermannstadt zusammen.
Fortsetzung folgt.
Hans-Jürgen Digel
Bilder von Digel und Behrendt
14. und 15.06.2025 – Wandergruppe
Tolle Wanderwoche in Siebenbürgen (Rumänien) – Teil 1
Tag 1: Samstag, 14.06. Die Anreise zu unserem diesjährigen Ziel der Wanderwoche war diesmal vielfältig. Anne und Klaus, unsere aus Siebenbürgen stammenden Organisatoren, reisten mit ihrem Campingbus an, da sie anschließend noch in Rumänien bleiben wollten. Heike B. reiste schon zwei Wochen vor unserem Start mit dem Nachtzug nach Rumänien und bereiste das Land, die größte Gruppe flog samstags früh von Baden-Baden direkt nach Hermannstadt (Sibiu) und schließlich kamen Ingeborg und ich schon donnerstags per Flugzeug von Stuttgart über München nach Hermannstadt. Als schließlich alle da waren und das Hotel Hanul Vestem in Hermannstadt bezogen war, ging es bereits los mit einer Führung durch das größte Freilichtmuseum Europas, das Astra Museum direkt neben unserem Hotel. Unser Führer hieß Cosmin und war der ehemalige Nachbar von Anne in Heltau, ihrem Geburtsort. Heute ist Cosmin Professor für Geschichte und Archäologie und arbeitet im Museum. Dort sind ursprüngliche Gehöfte, Kirchen, Häuser, Mühlen, Scheunen und Gerätschaften aus den verschiedenen Landschaften Rumäniens wiederaufgebaut worden. Cosmin führte uns durch eine Auswahl an Gebäuden aus den dort 400 vorhandenen. Das Gelände ist wunderschön angelegt um zwei Seen herum, Schwäne, Gänse, Enten, Kühe und Pferde bevölkern das Tal. Zwei Restaurants verwöhnen die Gäste mit rumänischen Spezialitäten. Das haben wir mehrere Male ausgenutzt. Am Samstagabend fuhren wir mit Uber-Fahrzeugen zum Abendessen nach Michelsberg (rumänisch Cisnădioara). Auf einer Terrasse mit Blick auf die vom Hügel herab grüßende Kirchenburg des Ortes durften wir erstmals die hervorragende rumänische Küche genießen. Ein üppiger Vorspeisenteller mit kaltem Braten, würziger Salami, gefüllten Paprika, Speck, Frühlingszwiebeln, Schafskäse, Eiern, Gurken, Oliven und kleinen Bällchen aus Frischkäse mit Paprika und Sesam um eine Traube herum (!), ergänzt durch Plăcintă cu brînză, einem deftigen Fladenkäsekuchen. Es gab je nach Gusto dazu Holundersaft, Bier oder rumänischen Wein. Gang zwei war dann Hähnchenpaprikasch mit Spätzle (!) = Gulasch von Hühnchenfleisch. Und Nachtisch gab es auch noch. Wow, danach war für die meisten ein Schnäpschen fällig.
Tag 2: Am Sonntag ging es mit eigens gechartertem Bus nach Kastenholz (rum.: Casolt), dem Wohnort von Cosmin. Ein paar wenige Siebenbürger Sachsen wohnen noch dort in dem 800-Seelen-Dorf. Cosmin berichtete uns über die Geschichte der Siebenbürger. Im 13. Jahrhundert wurden die ersten Deutschen in den nur dünn besiedelten Karpatenbogen geholt. Sie stammten meist aus dem Mittelrhein- und Moselgebiet, Flandern und der Wallonie. Der Begriff Sachsen war entlehnt aus dem lateinischen, wo der Begriff für alles Deutsche stand. 270 Siedlungen entstanden im Laufe der Jahrhunderte, denn selbst im 19. Jahrhundert gab es noch Zuwanderung. Die wichtigsten heutigen Städte Transsylvaniens sind deutsche Gründungen: Hermannstadt (Sibiu), Schäßburg (Sighișoara), Kronstadt (Brașov), Klausenburg (Cluj), Mühlbach (Sebeș), Mediasch (Mediaș) und Bistritz (Bistrița). Nach Luthers Thesenanschlag von 1517 dauerte es nur wenige Jahre bis in Siebenbürgen die Reformation eingeführt wurde. Im Gegensatz zu Westeuropa beschloss der Landtag dort 1550 quasi eine Religionsfreiheit. Katholiken, Reformierte, Lutheraner, Unitarier und auch Rumänisch-Orthodoxe konnten ihre Religion frei ausüben, was eine einmalige Besonderheit in Europa darstellte. Die evangelische Kirche in Kastenholz haben wir besucht. Wenn auch keine Gottesdienste mehr gehalten werden, so ist sie doch ein sehenswertes und erhaltenswertes Bauwerk. Unsere Gesangsgruppe, alles Mitglieder des Liederkranzes, nutzte die Akustik für zwei schöne Darbietungen. Auf Cosmins Gehöft gab es dann wieder Hausmannskost wie Gulasch aus dem großen Kessel, selbstgebackenen Kuchen und Țuică, den omnipräsenten Pflaumenschnaps. Nach einem weiteren Spaziergang durch das Dorf ging es wieder zurück nach Hermannstadt.
Fortsetzung folgt
Hans-Jürgen Digel
- Windmühle
- Führung durch Cosmin
- Kastenholz
Bilder von Behrendt und Digel
09.06.2025 – Ortsgruppe
Pfingstmarkt
Wanderung im Donautal
Pünktlich um 7.17 Uhr starteten vergangenen Sonntag insgesamt 7 Wanderfreunde des Albvereins mit dem X93 Richtung Göppingen. Mit Umstieg dort und in Ulm erreichten wir kurz vor 10 Uhr morgens ein von unserer Ortsgruppe sehr selten besuchtes Wandergebiet, nämlich das Donautal. Start war Munderkingen mit gut 5.000 Einwohnern die kleinste Stadt im Alb-Donau-Kreis. Wir durchschritten den historisch sehr interessanten Ortskern, der weitere Weg führte uns zum kleinen Weiler Luppenhofen. In der Ferne war der Bussen, der heilige Berg Oberschwabens bereits sichtbar. Kurz vor Obermarchtal am HW 5 liegend, erreichten wir das erste Etappenziel, den malerisch gelegenen Soldatenfriedhof Obermarchtal („Friedhof der Fremden“), auf dem bereits ab 1813/14 verstorbene Militärangehörige und Soldaten bis zum Weltkriegsende beerdigt wurden. Nach kurzer Besichtigung führte uns der Weg weiter nach Obermarchtal, wo wir uns zunächst im Klostergasthof Adler stärkten. Im Anschluß besichtigten wir die ehemalige Prämonstratenabtei Obermarchtal mit ihrer wunderschönen frühbarocken Klosterkirche, die erst im Jahre 2001 in den Rang eines Münsters erhoben wurde.
Durch einen kleinen Tunnel der Klostermauer hindurch stiegen wir hinab zu Donau, querten diese und wanderten zwischen wenig befahrener Eisenbahnlinie und Donau entlang Richtung Untermarchtal. Rechts und links blühten die noch nicht gemähten, offensichtlich ungedüngten Wiesen in ihrer ganzen Farbenpracht zur Freude unserer Augen und natürlich aller Insekten. Über eine kleine Brücke passierten wir die Mündung der Lauter in die Donau, wobei letztere 10 Länder passiert, bevor diese nach weiteren rund 2.700 km im Schwarzen Meer mündet.
Wir erreichten das unspektakuläre Untermarchtal, der bislang breite Weg wandte sich von der Donau ab und verwandelte sich in einen schmalen Pfad, leicht bergauf und bergab durch ein Wäldchen, und entlang eines Kreuzwegs erreichten wir nach über 17 km bei idealem Wanderwetter wieder Munderkingen. Gegen 16 Uhr verließen wir mit dem Zug Richtung Ulm den Ort. In der Donaustadt gab es aufgrund der Umstiegszeit noch Gelegenheit, sich ein Eis zu holen, bevor wir über Göppingen und dem bewährten X93 gegen 18.40 Uhr wieder unterm Hohenstaufen ankamen.
Auch wenn An- und Abreise etwas längere Zeit in Anspruch nahmen, so war es sicherlich schön und interessant, mal neue Wandergefilde zu entdecken.
Eure Wanderführer Susanne und Wolfgang
- Soldatenfriedhof
- Prämonstratenabtei Obermarchtal
Bilder von Behrendt
04.05.2025 – Wandergruppe
Felsengärten bei Besigheim
Am letzten Sonntag starteten 13 Personen bei strömenden Regen mit Bus und Bahn von Wäschenbeuren zum schönsten Weinort Deutschlands nach Besigheim. Das Wetter dort war immer noch etwas kühl, aber dafür trocken.
Auf dem Weg zum Flusslauf der Enz konnten die Wanderfreunde schon mal die Umrisse der Stadt bewundern. Anschließend begleiteten wir den Fluss in Richtung Bietigheim. Auf der anderen Seite konnten wir die Steillagen des Weinanbaugebietes erst einmal bestaunen und kurz darauf erklimmen. Oben angekommen durchquerten wir einen Laubwald und danach ging es durch Streuobstwiesen hinunter zum Neckar. Zwischendurch genossen wir noch den Blick auf die Hessigheimer Felsengärten. Nach knapp 8 km erreichte die Gruppe das erste Ziel: die Besigheimer Weinkelter. Dort gab es leckeres Essen und wir konnten uns auch von der Qualität der dortigen Weine überzeugen.
Frisch gestärkt spazierten wir über den Grat der Felsengärten und kehrten auf dem Weg auf halber Höhe zur Kelter zurück. Auf der Fahrt nach Besigheim konnten wir uns kurz im Bus ausruhen. Denn jetzt folgte noch ein kleiner Spaziergang durch dieses charmante Städtchen. Neben markanten Gebäuden wurde auch die Blumen- und Blütenpracht bewundert.
Dieser Ausflug machte definitiv Lust auf nochmals „Schönstes Weindorf Deutschlands“. Da sind sich alle Teilnehmenden sicher.
Eure Wanderführer Susanne und Manfred
- Neckar
- Besigheim
Bilder von Digel
04.05.2025 – Senioren
Bänklestour bei Iggingen
Es ist Sonntagvormittag und es regnet!! Wie wird das Wetter, am Nachmittag, zur Wanderung???? Laut Wetter-APP hört der Regen gegen 14:00Uhr auf. Also Risiko und wir wandern.
Es ist 14:00 Uhr und es tröpfelt nur noch ein bisschen. Wir fahren nach Iggingen zum Parkplatz beim Gemeindehaus, wo unsere Wanderung beginnt. Kein Regen mehr aber tiefhängende Wolken. Die 12 mutigen Wanderer nehmen die „Igginger Bänklestour “ in Angriff. Auf guten, aber leider befestigten landwirtschaftlichen Wegen, kommen wir gut voran. Um den Sportplatz, dann überqueren wir die Landstraße und erreichen freies Feld. Viele Wiesen sind schon gemäht und können den Regen der vergangenen Tage gut gebrauchen. Vorbei an einer uralten Eiche, die nur noch wenig Leben zeigt, geht es weiter durch Wiesen und Felder. Aus einem Grundstück werden wir von prächtigem Federvieh begrüßt. Glückliche Hühner, ein stolzer Hahn, verschiedene Gänse und auch ein Truthahn zeigen sich. Nun geht es ein kurzes Stück aufwärts bis zum „Kreuzäckerhof“. Ein großes Anwesen mit Biogasanlage und Hofladen sowie einem großen offenen Stall und jungen Kälbchen wird dann passiert. In der Ferne sehen wir schon den Igginger Wasserturm, an dem unsere Route vorbeiführt.
Zuvor noch eine kurze Pause auf einem der vielen „Bänkle“, (eine kleine Trinkpause) und es geht weiter am Seerosenteichle vorbei zum Wasserturm, der gespickt ist mit Antennen. Von hier aus genießen wir einen tollen Blick über das Remstal. Rosenstein-Schwarzhorn-Stuifen-Rechberg-Hohenstaufen sind zu sehen.
Unser Weg führt uns nun in den Ort hinein. Schöne, gepflegte Häuser in bestens gepflegten Gärten werden gebührend bewundert. Nach gut 6,5 km Wegstrecke und etwa 2 3/4 Stunden Gehzeit kommen wir wieder zu unseren Autos.
Es hat die ganze Zeit über nicht mehr geregnet!!!!!!
Nun fahren wir zum Abschluss nach Straßdorf zum Gasthaus „Stadtwirt“. Noch eine gute deutsche Gaststätte mit moderaten Preisen und guter Qualität. Da das Lokal bis auf den letzten Platz besetzt war, fiel unser ansonsten übliches Singen aus.
Wir gehen nun schon in die Sommerpause, aber es gibt noch ein arbeitsintensives Event-den Pfingstmarkt, wo einige auch noch aktiv dabei sind.
Unsere nächste Wanderung findet dann am 07.September statt.
Bis dahin bleibt gesund und wir sehen uns wieder.
der Co-Wanderführer
Hansi Ginglseder
- Blick übers Remstal
- Auch totes Holz ist nicht wertlos.
- Wir machen uns auf den Heimweg.
Bilder von Ginglseder
26.04.2025 – Frauengruppe
Faszination Wildkräuter-Oxymele
Die diesjährige Kräuterwanderung mit der Kräuterpädagogin Annemarie Guckes führte uns rund um den Sonderbachsee. Wir sprechen von einer Microwanderung. Es erwarteten uns reichhaltige Schätze an Wildkräutern und Blüten und vor allem eine vor Begeisterung sprühende und mitreißende Annemarie Guckes. Thema war Oxymel, eine Mischung aus Honig, Essig, Kräutern und Gewürzen. Oxymel ist ein aktueller Gesundheitstrend mit Wurzeln in der Antike und chinesischen Heilkunde. Der Trunk hat positiven Einfluß auf unser Immunsystem, gilt als verdauungsfördernd, desinfizierend, antibakteriell und wundheilend. Jeder Teilnehmer durfte sich ein Oxymel mit bunten Frühlingsblüten selbst herstellen. Zum Abschluss hatte Annemarie Guckes einen reichen Tisch gedeckt mit verschiedenen Oxymel-Versucherle, einer leckeren Giersch-Limonade sowie verschiedenen Wildkräuterpestos, Wildkräuterbutter und Wildkräuterquark. Dazu gab’s selbstgebackenes Brot und Runde vom Stäffelesbeck.
Der Funke der Begeisterung ist auf uns alle übergesprungen. Wir konnten eine Fülle an Anregungen und Inspirationen mitnehmen und freuen uns schon jetzt auf die nächste Kräuter-Microwanderung im Wäschenbeurener SAV-Programm 2026.
Heike Behrendt
Bilder von Behrendt
21.04.2025 – Familiengruppe
Ostereiersuchen im Schutz des Waldes
Es war trocken, es war trocken …. Bis die Kinder am Wald beim Spielplatz ankamen und mit der Suche nach den Ostereiern beginnen konnten. Dann fing es an zu regnen. Doch der Osterhase war clever gewesen und hatte die Nester für die Eier und die Schokohasen im Wald gut geschützt versteckt. So marschierten die Kinder los und durften sich sogar über je zwei Körbchen freuen; der Osterhase war also dieses Jahr besonders fleißig und großzügig. Unter Moos versteckt, mit Fichtenzweigen bedeckt oder gar auf Ästen an kleinen Bäumen, es war schon eine Aufgabe für die Kids, alles zu entdecken. Und tatsächlich blieb ein Körbchen unentdeckt. Vielleicht findet es ja dereinst ein Spaziergänger oder Pilzsammler. Glücklich nahmen die Kinder Aufstellung zum Gruppenfoto.
Herzlichen Dank an die Teilnehmer und natürlich an den Osterhasen.
Hans-Jürgen Digel
Bilder von Digel
12.04.2025 – Frauengruppe
Allerbestes Wanderwetter
Am Samstag, den 12.04.2025, machte sich eine ideale Gruppe von 13 Frauen Richtung Essingen auf. Am Parkplatz bei der Gaststätte Tauchenweiler startete die Wanderung durch einen mit herrlichem Moosboden bedeckten Wald im Gewang Eisengruben. Auf wunderschönen Naturpfaden ging es dann stetig nach unten zum mystisch gestalteten Remsursprung. Wer genau hinschaute, konnte Feen und andere Fabelwesen in den Felsformationen erkennen.
Nach einem steilen Aufstieg Richtung Lauterburg führte der Weg mit herrlicher Aussicht in alle Richtungen über eine Hochebene zu den Weiherwiesen. Die dortigen Seen blitzten und flunkerten in der Sonne.
Das Ziel war dann die Gaststätte Tauchenweiler. Es war noch so warm, dass wir den Tag dort im Freien ausklingen lassen konnten.
Besten Dank an alle Mitwanderinnen
Ingeborg Digel
Bilder von Behrendt und Digel
11.04.2025 – Ortsgruppe
Faszinierender Rumänienvortrag
Am Freitag, den 11.04.2025. fanden sich über 40 Personen im Foyer der Bürenhalle ein, um dem angekündigten Vortrag über Rumänien und die Karpaten zu folgen. Der Referent Stefan Balasa ist selbst in Siebenbürgen geboren und bereist immer wieder dieses faszinierende Land Rumänien. Der Saal war mit Blumen in den rumänischen Nationalfarben geschmückt, rumänischer Wein wurde ausgeschenkt und selbst das gereichte Gebäck war siebenbürgisch.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Hans-Jürgen Digel, in der dieser auch auf die diesjährige Wanderwoche in Siebenbürgen im Juni einging, zeigte der Referent zunächst die Karte von Rumänien und erzählte von der Geschichte des rumänischen Staates und der Siebenbürger Sachsen. Die virtuelle Reise begann dann in Hermannstadt, dem heutigen Sibiu, im Zentrum von Siebenbürgen. Die einst größte „deutsche“ Stadt im Land glänzt heute noch mit einer wunderschönen Altstadt, reiche ausgestatteten Kirchen und einem regen kulturellen Leben, was vor einigen Jahren auch Anlass dazu war, Hermannstadt für ein Jahr zur Kulturhauptstadt Europas zu machen. Die anwesenden Teilnehmer der Wanderwoche bekamen glänzende Augen, denn Hermannstadt ist die Ausgangs- und Unterkunftsstation im Juni. Sogar von einer Wanderung in der Umgebung der Stadt wurden Bilder gezeigt.
Weiter ging es dann zu einem weiteren Juwel in Siebenbürgen, der Stadt Schäßburg heute Sighisoara. Ihr einzigartiges, teils noch mittelalterliches Zentrum ist seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Reiseroute führte dann nordwärts mit einer Zwischenstation in Praid, wo ein Salzbergwerk zur Kureinrichtung für Atemwegserkrankungen umgebaut wurde. Die riesige Halle im Berg erstaunt jeden Besucher. Und schon erzählte Stefan Balasa vom nächsten Weltkulturerbe, den Holzkirchen von Maramures ganz im Norden an der ukrainischen Grenze. Da in Siebenbürgen ein Verbot bestand, orthodoxe Steinkirchen zu errichten, wurden sie halt vollständig aus Holz gebaut.
Kirchlich blieb es auch auf der nächsten Station; die Moldauklöster in der Bukovina im Nordosten Rumäniens. Die rumänisch-orthodoxen Klöster wurden im 15. Und 16. Jahrhundert im damaligen Fürstentum Moldau erbaut und weisen mit Wandmalereien auf den Außenmauern eine architektonisch wunderschöne Besonderheit auf. Auf ging`s wieder in südlicher Richtung durch die höchsten Berge der rumänischen Karpaten, die teils über 2.500 m aufragen. Brasov oder früher Kronstadt wurde erreicht und bietet mit einer wiederum sehenswerten Altstadt u.a. mit Rathausturm und Schwarzer Kirche reichlich Sehenswürdigkeiten. In der Nähe findet sich die Törzburg oder auch Schloss Bran, welches als Dracula-Burg weltweit bekannt ist. Dazu gesellt sich in der gleichen Region Schloss Peles, die Sommerresidenz des ersten Königs von Rumänien, dem Hohenzollern Karl Eitel Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen genannt Carol I.. Zwischen 1873 und 1883 erbaut zählt es zu den schönsten Schlössern Europas. Die letzte Station der Reise war schließlich das Eiserne Tor, wo die Donau zwischen den Serbischen Karpaten und dem Banater Gebirge durchbricht. Eine wildromatische Gegend, wobei es nicht verwundert, dass auf beiden Seiten Nationalparks eingerichtet wurden.
Das Publikum dankte Herrn Balasa mit viel Beifall für seinen beeindruckenden Vortrag. Die Wäschenbeurenerin Kathi Mai ergänzte noch mit reichlich Wissenswertem über die Siebenbürger Landsmannschaften, wie die Landler oder die Zipser. Gemütlich sitzen bleiben und noch ein Schwätzchen halten, also wie üblich beim Albverein, bildeten das Ausklingen des Abends.
Hans-Jürgen Digel
Bilder von Digel
06.04.2025 – Senioren
Seniorenwanderung rund um den Stauferpark in Göppingen
Ein wolkenloser, stahlblauer Himmel lockte ins Freie, wo wir, 8 Teilnehmende, von einer steifen Brise aus Nordost empfangen wurden und das Thermometer die zehn Gradmarke nicht erreichte. Wir waren jedoch gut ausgerüstet und so starteten wir zum Parkplatz bei den Gartenfreunden Göppingen, wo die Wanderung begann.
Durch das Wohngebiet „Galgenberg“ weiter entlang des Golfplatzes auf der einen und dem Gelände der Gärtnerei Hagmann auf der anderen Seite, erreichten wir den „Stauferpark“. Hier sind viele Firmen angesiedelt und es wird immer noch gebaut. Vorbei geht es am Gelände des „Stauferspektakels“ (nur im Sommer geöffnet) und wir tauchten in einen langsam grün werdenden Mischwald ein. Am Boden breitete sich ein weißer Teppich- vergleichbar mit der Märzenbecherblüte im Autal – aus Buschwindröschen oder Waldanemonen oder „Beckabüabla“ aus. An einer windgeschützten, sonnigen Senke gab es für alle eine kleine Stärkung in flüssiger (ein Schnäpschen) und süßer Form (Schokoeier). Der Weg führte uns anschließend immer leicht ansteigend ohne zu sehr anzustrengen vorbei an der Übungsschießanlage der Bereitschaftspolizei bis wir hinter einer Wegbiegung in das ehemalige Offiziersquartier der hier stationierten US-Armee kommen. Mit viel Einsatz von Geld und Willen wurden hier richtige kleine Villen geschaffen. Nur noch ein paar Häuser lassen erahnen, wie es einmal ausgesehen hat. Noch ein kleines Stück durch den Wald und ein paar Stufen hinab und wir standen vor den Gebäuden der Firma Kleemann und Rainer. Am Firmengelände vorbei, wieder entlang des Golfplatzes, erreichten wir nach etwa 6,5 Km Wegstrecke und kurzweiligen fast 2 Stunden die Gaststätte der Gartenfreunde Göppingen.
Das Team in der Gaststätte löschte schnell unseren Durst und wenig später auch unseren Hunger. Alle waren mit der Verpflegung sehr zufrieden und bei angeregter Unterhaltung verflog die Zeit im Nu. Gegen 18:45 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg. Besten Dank an alle, die dabei waren, und bis zum nächsten Mal.
Der Wanderführer
- vor dem Lokal
- Blick zur Schwäbischen Alb
- Blick zur Schwäbischen Alb
Bilder von Ginglseder
23.03.2025 – FAMILIENGRUPPE
Stadiontour in der MHP-Arena
Am Sonntag, 23.3.25 ging es mit den jungen Familien des Albvereins Wäschenbeuren in die Landeshauptstadt. Mit dem Zug fuhren wir von Uhingen nach Bad Cannstatt, anschließend weiter zu Fuß Richtung Stadion. Dort startete unsere Führung durch die erst kürzlich renovierten Katakomben der MHP-Arena, der Heimat des VFB Stuttgarts. Es ging los durch den Sportlereingang und alle bekamen große Augen, als wir durch die Türe der VFB-Kabine geführt wurden. Unser Guide erklärte uns genau die Architektur und die Überlegungen, die hinter der Raumgestaltung steckten. Weiter ging es durch die Gästekabine, die Mixed Zone und den Pressebereich. Ein weiteres Highlight, auf das alle Kids aber auch die Großen gewartet haben, war der Gang durch den Spielertunnel hinaus zum Spielfeld. Die Spielerbänke von Heim- und Gastmannschaft gehörten ganz allein uns. Die Besichtigung der Cannstatter Kurve durfte natürlich nicht fehlen und wir durften sogar noch einen Blick in eine VIP-Lounge werfen. Den Abschluss machten wir beim Torwandschießen. Alle Kids und auch der ein oder andere Erwachsene zeigten ihr Können und es hatten alle einen Riesenspaß! Viel zu schnell ging die fast 2-stündige Tour zu Ende und so machten wir uns wieder auf den Weg zum Bahnhof und fuhren gemeinsam mit dem Zug zurück nach Uhingen.
Björn Mack

Bild von Mack
21.03.2025 – Ortsgruppe
Bericht Mitgliederversammlung
Der 1. Vorsitzende Hans-Jürgen Digel begrüßte am Freitag, den 21.03.25, die Mitglieder und besonders unseren Bürgermeister Herrn Hagenlocher. Wie immer standen Getränke und belegte Brötchen bereit, die Tische waren schön frühlingshaft dekoriert, die Leinwand war aufgebaut und die Technik bereit, so dass mit dem Bericht des Vorstands losgelegt werden konnte. An den Anfang stellte der Vorsitzende einen Satz aus dem Leitbild des Schwäbischen Albvereins: „Alle Menschen sind willkommen beim Schwäbischen Albverein. Jeder ist eine Bereicherung und wertvolles Mitglied in unserer Gemeinschaft.“ Er betonte, dass gerade dies in der aktuellen Zeit wichtig sei, in der wieder einmal Anfeindungen und Ausgrenzungen zunähmen. Das Gedenken an die Verstorbenen im Verein schloss sich an: verstorben sind Kurt Häusler, Heinz Nothardt, Gerhard Schmolz und der Gauvorsitzende Rainer Maier.
Der Blick auf den letztjährigen Wanderplan verriet, dass von den 44 geplanten Wanderungen, Ausflügen und Veranstaltungen nur zwei nicht durchgeführt werden konnten. Ein stolzes Pensum wurde also absolviert. Allen Beteiligten, die sich in die Vereinsarbeit eingebracht hatten, galt ein großes Dankeschön für ihren Einsatz. Die Mitgliederzahl hat leider auch in 2024 nochmals abgenommen. Per Ende 2024 waren es 265 Mitglieder in der Ortsgruppe.
Der Überblick mit Bildern zu den durchgeführten Aktivitäten der Ortsgruppe und der Aktiven Wandergruppe enthielt auch die Höhepunkte des Jahres 2024: Wanderwoche in den Ardennen in Belgien und die Wanderung sowie Beteiligung an der Jubiläumsfeier am Wasserberghaus, dessen Richtfest sich zum einhundertsten Male jährte. Der Ausblick auf 2025 zeigte ebenso attraktive Inhalte auf: Bildervortrag über Rumänien, Siebenbürgen und die Karpaten am 11.04., passend zum diesjährigen Ziel der Wanderwoche, die im Juni nach Hermannstadt in Siebenbürgen führt; die Hauptversammlung des Gesamtvereins am 24. und 25. Mai in Uhingen mit Danzfescht und Infoständen und Festzelt. Traditionell beteiligt sich die Ortsgruppe natürlich auch dieses Jahr am Pfingstmarkt mit dem Zelt am Schulparkplatz.
Im Kassenbericht wurde deutlich, dass die Einnahmen der Ortsgruppe (Pfingstmarkt, Vereinsförderung, Spenden etc.) satzungsgemäß im Wesentlichen für die Vereinsziele Natur, Heimat, Wandern ausgegeben werden. Einnahmen und Ausgaben waren in 2024 nahezu ausgeglichen. Die Kassenprüfer stellten dem Kassierer Manfred Rupp ein einwandfreies Zeugnis aus und er wurde einstimmig entlastet. Die Entlastung des Vorstands nahm Herr Hagenlocher vor; er wies darauf hin, dass aus dem Bericht ein funktionierendes Vereinsleben ersichtlich wurde, mit vielen Aktivitäten und vielen helfenden Händen. Die Entlastung erfolgte einstimmig. In seinem sich anschließenden Grußwort betonte Herr Hagenlocher den wertvollen Beitrag des Albvereins zum kulturellen Geschehen in Wäschenbeuren. Er zeigte sich beeindruckt vom attraktiven Angebot und zeigte sich überzeugt, dass der Verein personell und finanziell auch für die Zukunft gerüstet sei.
Die Berichte der Fachwarte schlossen sich an: Hansi Ginglseder berichtete über die Aktivitäten der Seniorengruppe, Tobias Gölz über das Wanderjahr der Familiengruppe und auch die Wegearbeit wurde beleuchtet.
Folgende Mitglieder standen zur Ehrung aufgrund langjähriger Zugehörigkeit zum Verein an: Margret Maier für 70 Jahre, Franz Kaiser für 60 Jahre, Hansi Ginglseder für 60 Jahre, Bernd Kuhn für 50 Jahre und Richard Kaißer für 50 Jahre. Die beiden Anwesenden Hansi Ginglseder und Bernd Kuhn erhielten ihre Urkunde und Ehrennadel sowie ein Geschenk. Die anderen waren entschuldigt und werden persönlich besucht.
Bei den Wahlen konnten der stellvertretende Vorsitzende Gernot Griebling, der Kassierer Manfred Rupp, die Schriftführerin Martina Rapp und die Beisitzerinnen Inge Ginglseder und Heike Clement in ihren Ämtern bestätigt werden. Nach dem Ausscheiden von Iris Lippmann aus dem Ausschuss wurde neu Björn Mack als Beisitzer in das Gremium gewählt. Iris Lippmann gilt der Dank für 10 Jahre Mitarbeit im Ausschuss. Auch die Kassenprüferin Miriam Gölz wurde wiedergewählt.
Unter dem Punkt Verschiedenes wies Hans-Jürgen Digel noch auf die anstehenden Aktivitäten hin: Sonntag, 23.03. Ausflug der Jungen Familien nach Stuttgart zur Stadionführung in der MHP-Arena (59 Anmeldungen!), Gauversammlung für alle Mitglieder im Filsgau am 28.03. in Süßen im Bürgerhaus, Wanderung um Wäschenbeuren am 30.03., Seniorenwanderung um den Stauferpark in Göppingen am 06.04., der erwähnte Vortrag zu Siebenbürgen am 11.04. im Foyer der Bürenhalle, die Frauenwanderung bei Tauchenweiler am 12.04. und das traditionelle Ostereiersuchen am Ostermontag, den 21.04.. Um kurz nach 21 Uhr konnte der offizielle Teil beendet werden und es war noch genügend Zeit vorhanden für gemütliche Gespräche in trauter Runde.
Hans-Jürgen Digel
Bilder von Digel
02.03.2025 – Senioren
Faschingswanderung im Eichert
Am Sonntag, den 02.03.2025, steht unsere schon traditionelle Faschingswanderung auf dem Plan. Bestes Wanderwetter lockte 14Teilnehmer zur angebotenen, kleinen Wanderung aus den Häusern. Also fuhren wir nach Jebenhausen zur Gaststätte der Gartenfreunde, dem „Eichertstüble“. Noch eine kleine Stärkung und die Wanderung konnte beginnen.
Der Weg führte uns ins Eichert. Nach kurzer Wegstrecke bot sich uns ein toller Blick auf die „NEUE“ und „ALTE“ Klinik im Eichert, jetzt „Alb-Fils-Klinik“. Zwischen Klinikgebäuden und dem im Rohbau fertigen Ausbildungszentrum ging es an dem dortigen Wildgehege vorbei weiter. Aus dem Wald heraus bot sich uns eine wunderschöne Aussicht Richtung Wasserberg und der Schwäbischen Alb. Hier gab es noch eine kurze Verschnaufpause und Verpflegung aus „RENATES MUNITIONSGÜERTEL“.
Jetzt reicht es für heute und es geht auf direktem Weg ins „Eichertstüble“, wo für uns reserviert ist. Eine Wanderung von etwa 1,5 Stunden und ca. 5 km war geschafft. Nun vergrößerte sich unsere Gruppe auf fast 30 Personen unter anderem auch Freunde aus Holzheim. Jeder war, dem Tag entsprechend, mehr oder weniger geschminkt, und/oder verkleidet.
Nachdem Alle mit Getränken versorgt waren, dauerte es nicht lange, und Gerhard packte sein Akkordeon aus. Wir sangen zuerst Wanderlieder aus unserem Liederbuch, bis es faschingsmäßig wurde. Nur eine Pause zum Essen (sehr gut!) unterbrach unsere fröhliche Stimmung.
Unser Musikus hatte in seinem Archiv gestöbert und schon etwas vergilbte Blätter mit Titeln alter Faschings- und Schunkellieder aus alten Zeiten ausgegraben. Es waren aber Lieder, die wir alle aus früheren Zeiten gut kannten und so manchen an tolle Hallenfaschinge in Rechberghausen mit der „Voith Combo“ erinnerten. Die Zeit verging wie im Flug und draußen war es unbemerkt schon Nacht geworden, als wir gegen 19:30 Uhr das Abschlusslied sangen.
Besten Dank an unseren Wanderführer und Musikanten Gerhard sowie Allen, die dabei waren, und so zu diesem wunderschönen und harmonischen Nachmittag beigetragen haben.
Gerhard Voith (Wanderführer- Musikus)
Hansi Ginglseder (Wanderwart)
Bilder von Ginglseder
23.02.2025 – Wandergruppe
Zeitreise ins 6. Jahrhundert zu den Alamannen
Am Sonntag, den 23.02.25, machte sich eine sympathische Gruppe des Schwäbischen Albvereins Wäschenbeuren mit Bus und Zug auf den Weg ins Alamannenmuseum nach Ellwangen. Ein Alamanne im Originalgewand entführte uns mit spannenden Geschichten in die Welt unserer Vorfahren. Wir betraten zunächst eine Webhütte, die tief in den Boden eingelassen war. Wir erfuhren, wie diese rekonstruiert worden war. Zum Essen gab es damals Getreide und Hülsenfrüchte. Das Fleisch der Kuh musste lange gekocht werden, denn die Kuh wurde erst geschlachtet, nachdem sie viele Jahre den Karren gezogen, jährlich ein Kälbchen zur Welt gebracht und Milch gegeben hatte. Holz konnten die Alamannen geschickt verarbeiten. So bewunderten wir eine reich verzierte Bauchflasche, aus der Bier getrunken wurde. Dann lauschten wir den Klängen eines Zupfinstrumentes. Das Gräberfeld des nahegelegenen Lauchheims lieferte die Grundlage für viele Fundstücke des Museums. Ob der ehemalige Friedhof noch öffentlich zugänglich sei, war die Frage. „Ja klar“, erklärte unser Alamanne: „Da können sie gerne hingehen: das ist heute ein Industriegebiet. Zu sehen gibt es dort aber leider nichts mehr.“ Diesem Industriegebiet ist es zu verdanken, dass die Grabstätten entdeckt worden waren. Denn beim Ausbaggern entdeckte der Baggerfahrer Goldblattkreuze. Die Grabbeilagen waren beeindruckend und aufschlussreich. Die Damenwelt konnte sich durchaus identifizieren mit einer Kombi aus indigoblauem Stoff gehüllt in Maulbeerseide, kombiniert mit wunderschönem Schmuck. Nach Kaffee und Kuchen im Museum machten wir uns bereits wieder auf den Heimweg. Die Unterhaltung war angeregt, Eindrücke wurden ausgetauscht und es wurde intensiv fachgesimpelt.
Heike Behrendt
Bilder von Behrendt
09.01.2025 – Senioren
Funks-Brünnele-Weg bei Plüderhausen
Das trübe, kühle Februarwetter hielt elf Wanderbegeisterte nicht davon ab, sich am Sonntag, dem 9. Februar, auf den Weg nach Plüderhausen zur Funks-Brünnele-Rundwanderung aufzumachen. Nach dem Start mit PKWs am Schulparkplatz in Wäschenbeuren erreichten wir in etwa 20 Minuten den Wanderparkplatz Kelterberg/Sandbühl. Der Rundweg führte zunächst auf ebenen, neu geschotterten Wegen durch ein Mischwaldgebiet. Am Funks Brünnele, einer Quelle, die in dieser Jahreszeit allerdings nur wenig Wasser führt, wurde die erste kleine Pause gemacht. Der Rundweg ist nach diesem Brunnen benannt, den ein Revierförster namens Funk um 1890 von seinen Waldarbeitern anlegen ließ. Weiter ging’s vorbei an zwei kleinen Teichen, die von einer dünnen Eisschicht überzogen waren. Die Sitzgelegenheiten an den Teichen konnten wir aufgrund der Temperaturen jedoch nicht nutzen. Im Stehen wurde deshalb die zweite, kleine Pause mit etwas Hochprozentigem eingelegt. Im weiteren Verlauf bietet der Rundweg dann immer wieder Ausblicke ins Remstal, auf den Ort Weitmars oder den Badesee Waldhausen.
Der Weg führt im letzten Drittel direkt hinter dem Elisabethenberg vorbei, einem Berg und einem Anwesen mit einer sehr interessanten und wechselvollen Geschichte. Ursprünglich wurde auf dem Berg von den Herren von Waldhausen im Auftrag der Staufer im 12. Jahrhundert eine Burg errichtet. Im Mittelalter gab es Prozessionen zur Elisabethenkappelle auf diesen Berg (daher auch der Name), um 1900 einen Kurbetrieb, im ersten Weltkrieg ein Reservelazarett, später dann von 1938 bis 1965 eine Heilstätte für tuberkulosekranke Kinder. Der Diakonie Stetten gehörte das Anwesen von 1968 bis 2022, die es als Wohnraum für behinderte Menschen nutzte.
Der letzte Teil des Rundwegs gestaltete sich unerwartet und ungeplant etwas „anspruchsvoller“. Ein Umweg quer durch Wald über „Stock und Stein“ wurde dennoch mit sicherem Tritt und gegenseitiger Unterstützung gemeistert. Als alle heil und gesund am Parkplatz ankamen, hatte jeder das Gefühl, weit mehr als die angekündigten 7,5 km zurückgelegt zu haben! Somit war das Abendessen in der TSV-Gaststätte mehr als verdient. Dort angekommen vergrößerte sich die Gruppe um fünf Personen, sodass wir dann als stimmenkräftiger Chor unter Akkordeonbegleitung von Gerhard Voith den gemütlichen Abend ausklingen ließen. Gemäß unserem letzten Lied „Ciao Amore“ also dann Ciao bis zum nächsten Mal.
Petra Becker
Bilder von Ginglseder
09.01.2025 – Familiengruppe
Besuch des Märklineum
Am Sonntag den 09.02.2025 trafen sich 11 Erwachsene und 12 Kinder am Schulparkplatz, die gemeinsam nach Göppingen ins Märklineum gefahren sind.
Im Märklinuem gab es einen Querschnitt aus über 160 Jahren Märklin-Geschichte durch alle Produktbereiche, mit denen sich Märklin beschäftigt hatte; von der Puppenküche zur Dampfmaschine weiter zu Atommodellen bis hin zur Modelleisenbahn.
An einer Spielecke konnten die Kinder ihre eigene Eisenbahnstrecke zusammenbauen und selbst den Zug steuern. Ein großes Highlight war der realitätsnahe Tag- und Nachtbetrieb der großen Modelleisenbahnanlage, die alle 15 Minuten das Licht verändert hat. Hier waren verschiedene Themenbereiche mit realgetreuen Details aufgebaut.
Es war ein wundervoller, informativer und abwechslungsreicher Nachmittag für Jung und Alt.
Familie Gölz
Bilder von Gölz
26.01.2025 – Familiengruppe
Kinderpunsch-Happening bei bestem Wetter
Im Januar kann es kalt sein, es kann regnen, es kann richtig eklig sein. Schneien kann es anscheinend aber nicht mehr. Am Sonntag, den 26.01.25, schien die Sonne und es waren erträgliche Temperaturen für 12 Kinder und 21 Erwachsene, die sich vom Schulparkplatz aus für die kleine Wanderung zum Waldspielplatz aufmachten. Dort wartete schon ein prasselndes Lagerfeuer auf uns alle, wobei die Kids zuallererst natürlich den Spielplatz für sich einnahmen. Die Glut war richtig heiß und schon bald wurde Stockbrotteig um die Stecken gewickelt und die Rote Wurst aufgespießt. Da ließen dann auch die Kinder nicht lange auf sich warten. Es gab selbstgemachten Kinderpunsch und Glühwein aus der Eisele-Produktion. Es macht einfach Spaß, den Kindern zuzusehen, gute Gespräche zu führen und das Dargebotene zu genießen. Ein gelungener Nachmittag, den wir in erster Linie Benno und Ingeborg zu verdanken haben.
Hans-Jürgen Digel
Bilder von Ginglseder und Digel
24.01.2025 – Ortsgruppe
Weinprobe mit dem Steilwerk
In diesem Jahr war am Freitag, den 24.01.25, die kleinste Winzergenossenschaft Württembergs bei uns zu Gast: das Steilwerk aus Stuttgart-Rohracker. Der Vorstand dieser aus nur 24 Mitgliedern bestehenden Genossenschaft, Markus Wegst, lud zum Beginn zu einem Glas Sekt ein, Herold Sekt Rosé trocken. Wer ohne Alkohol wollte, wurde auch bedient mit dem Seccone des Steilwerks.
Nach der Begrüßung erklärte Markus Wegst zunächst, wer sie sind. Lauter Nebenerwerbswinzer oder auch Hobbywinzer bearbeiten in Rohracker außergewöhnliche Weinberge, die, man ahnt es, wirklich steil sind und nicht mit Maschinen bearbeitet werden können. Uralte Terrassen machen die Arbeit dort erst möglich, stützen den Berg und halten auch die Erosion zurück. Dieses alte Kulturgut wird dort liebevoll erhalten und dient seit Jahrhunderten dem gleichen Zweck, der Weinproduktion. Der Idealismus und die Freude an der Arbeit im Weinberg stehen für die Genossen im Vordergrund, Geld wird hier eher nicht verdient. Das Engagement der Winzer, deren Know-how und die gute Zusammenarbeit mit der WZG bringt Erstaunliches zustande.
Die Qualität stimmt im Steilwerk, was gleich von Anfang an im Weißweinsegment deutlich wurde: Rivaner halbtrocken (wirklich süffig), Sauvignon Blanc mit Riesling (außergewöhnliche Kombi), Riesling 50 (auf alten Reben, ganz stark). Nach jedem Wein im Glas hatte man Gelegenheit für Gespräche und vom Steilwerk erfuhr man auch noch mehr: nachhaltig produzieren, zukunftsorientiert wirtschaften, geschützte Pflanzen im Weinberg, Mandelbäume werden gepflanzt und die Kelter im Ort ist auch für Feste und Vorträge der Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens. Die Verbindung weiß zu rot gestaltete sich mit einem Blanc de Noir Rosé, der bei vielen dann auf die Kaufliste rückte. Dass sie auch Zukunft können, zeigte sich am ersten Rotwein, der Cuvée Rot NO. 12 hauptsächlich mit pilzresistenten Rebsorten. Diese helfen, mit möglichst wenig Spritzmitteln im Weinberg auszukommen, und sparen somit auch viel Arbeit. Den Schlusspunkt setzte dann ein Wein mit dem Phantasienamen „Rubin“. Welch ein Erstaunen, als Wegst erklärte, es handele sich um Trollinger. Der Winzer arbeite enorm ertragsreduziert, der Saft kommt in gebrauchte Holzfässer und nimmt dabei eine sehr dezente Holznote an. Ein Trollinger, der manchen Rotweintrinker auch von dieser Rebsorte überzeugt.
Der Abend ging ganz langsam zu Ende, es war gemütlich, es war interessant und Genießer kamen voll auf ihre Kosten. Unser Dank gilt dem Steilwerk, Markus Wegst und den hiesigen Helfern für Vorbereitung und Aufräumen.
Hans-Jürgen Digel
06.01.2025 – Senioren
Dreikönigswanderung
Die erste Wanderung im Jahr 2025 fand schon traditionell am 06.01., dem Dreikönigstag, statt. Zum Start an der Stauferschule fanden sich 12 Wanderbegeisterte ein. Wir fuhren bei bestem Wetter nach Rechberg, wo wir auf dem dortigen Wanderparkplatz gerade noch unsere drei Autos parken konnten. Unser Ziel, der Stuifen, lag vor uns und bei schönstem Wetter legten wir los. Zu unser aller Überraschung legte auf einmal ein sehr böiger Wind los und wir wurden richtig durchgeblasen!
Am Fuße des Berges angekommen wurde auf das NEUE JAHR mit einem Schnäpschen angestoßen und sich nur das Beste gewünscht! Nun begann der Krippenweg, der rund um den Stuifen führt. Dem Wetter der letzten Tage geschuldet (kalt-Schnee), war der Weg etwas aufgeweicht und teilweise auch noch rutschig. Es gab trotzdem keinen Sturz und wir bewunderten die vielfältigen Arten, die Heilige Familie und das Geschehen an Weihnachten darzustellen.
Der böige Wind erfaßte uns erst wieder, als wir aus dem Windschatten des Berges, auf freier Flur waren. Nun kam auch noch etwas Regen und Graupel dazu, so daß sich die Gruppe etwas auflöste und jeder nach seiner Möglichkeit schnell zum Auto lief.
Zum Abschluss waren wir im „ROTEN LÖWEN“ in Rechberg angemeldet, wo noch zwei Ladies dazukamen. Die Gaststätte war bis auf den letzten Platz belegt und das Nebenzimmer, wo wir gerne gesessen hätten, war auch nicht frei. So saßen wir im prall gefüllten Gastraum, wo der Schallpegel durch die zahlreichen Gäste doch etwas höher war. Das Singen fiel daher leider aus, das sehr gute Essen und auch die Unterhaltung wurde genossen.
Zu unserer Überraschung kamen auch noch die Sternsinger vorbei und brachten ihre Vorführung dar, die dann auch von uns mit einer Gabe in die Sammelbüchse belohnt wurde.
Die Zeit verging wie im Flug und so waren wir erst gegen 20:00 Uhr wieder in Wäschenbeuren.
Danke für die zahlreiche Teilnahme und bis zum nächsten Event der Wanderführer
Hansi Ginglseder
Bilder von Ginglseder
05.01.2025 – Wandergruppe
Elternwanderung
Der Tag war grau und nass, doch je näher der Wanderbeginn rückte wurde es immer trockener. So trafen sich dann 14 hartgesottene Wanderer am Sonntag, den 05.01.2025, um 16 Uhr am Schulparkplatz und machten sich auf in Richtung Muckensee. So sehr wir uns über die Trockenheit von oben freuten, desto überraschter waren wir über das Glatteis auf den Wanderwegen im Wald. Vorsicht war geboten und das gewohnte Wandertempo konnte nicht beibehalten werden. Die einsetzende Dämmerung machte das Ganze nicht besser. Glücklicherweise kamen alle unversehrt im Muckensee an und ließen sich in gemütlicher Runde das leckere Essen schmecken. Aufgrund der vereisten Wege fuhren wir mit dem Bus nach Wäschenbeuren zurück.
Ein Dank an alle Mitwanderer,
Martina und Achim Rapp













































































