Familiengruppe: Weinbergwanderung

In goldener Oktobersonne

In Strümpfelbach im Remstal ging sie los, die Weinbergwanderung am letzten Sonntag. Ausgangs- und Endpunkt war das Weingut Knauss, das angesichts des tollen Wetters umlagert war wie ein Volksfest. Also hinein in die Weinberge, um dem Trubel etwas zu entkommen.

Die Wengert der Lage Nonnenberg empfingen uns mit allen möglichen Herbstfarben an den Blättern der Reben von noch saftigem Grün bis zu dunkelstem Rot. Abgeerntet waren die Reben alle schon. Reste wurden dennoch erspäht und insbesondere von unseren jüngsten Mitwanderern, Jonas und Jannis, zum Verzehr „freigegeben“. Bis zum Waldrand am oberen Ende der Wengert führte uns der Weg und dann zu Aussichtspunkten mit tollem Blick ins Remstal. Auf dem Karlstein, einem ehemaligen, steinernen Weinbergschützenhaus wurde noch ein Gruppenfoto geschossen, dann ging es in den Knauss’schen Besen zum gemütlichen Abschluss.

Herzlichen Dank an alle Mitwanderer und die weinbergwanderführenden Petra und Rainer.

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Bilder von Digel

Familiengruppe: Besuch des Birkhofs in Gammelshausen

Es wuselte auf dem Birkhof

Wenn 28 Kinder mit Hühnern, Häschen und Ponys kuscheln, spielen und reiten dürfen, ist was geboten.

So auf dem Birkhof bei Gammelshausen am Sonntag als wir vom Albverein aus mit 11 Familien dorthin aufbrachen, um einen Erlebnistag zu verbringen. Nicole Eisele, die ausgebildete Bauernhofpädagogin hatte mit ihrem Team fünf Stationen auf dem Birkhof gestaltet. Die im Freiland laufenden Hühner konnten die Kids auf den Arm, teils sogar auf den Kopf nehmen. Das Federvieh ist wohl einiges gewohnt auf dem Birkhof, wo immer wieder Kindergruppen „einfallen“ und das Leben auf dem Hof hautnah erleben dürfen. Ponyreiten, natürlich mit Helm, stand ebenfalls hoch im Kurs. Die kleinen Häschen mit ihrem kuscheligen Fell hatten es besonders den Mädchen angetan. Eher etwas für Mutige war die Strohhüpfburg in der Scheune. Mit Geschrei und Juchzern sprangen die Kinder immer und immer wieder von oben ins weiche Stroh.

Die fünfte Station wurde dann von Eltern und Sprösslingen gleichermaßen genutzt und geschätzt: die Kaffee/Tee/Kuchentafel in der großen Scheune. Auch dort wurde noch der Traktor bestiegen und somit noch ein Abenteuer erlebt. Ein großes Dankeschön an das Team vom Birkhof, das so geduldig und kundig mit den Kindern umgeht. Danke auch den Kuchenspendern, war alles sehr lecker.

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Bilder von Digel

8. Kulturabend

Tolles Musikkabarett

120 begeisterte Gäste feierten am Samstagabend den Bariton Jürgen Deppert mit standing ovations.

Liederkranz und Schwäbischer Albverein hatten eingeladen zur „Oper uff Schwäbisch“. Wie soll das denn gehen? Und wie es ging: Jürgen Deppert führt kurz in das Geschehen jeder Oper ein und intoniert mit seinem warmen Bariton immer zuerst das Original, mit viel Schmelz in der Stimme, teils dramatisch, teils lustvoll je nach Inhalt. Dann folgt höchst humorvoll umgarnt seine „etwas andere Version“ des Libretto in deftigem Schwäbisch über unsere landsmannschaftlichen Eigenheiten, Vorlieben und Vorzüge, Schwächen und „Mödele, dia mr halt hend“. Diese Versionen, im gleichen Belcanto gesungen, erstaunen ob ihrer Treffsicherheit und dem ganz natürlichen Zusammengehen mit der Musik.

Er startet mit „Le Nozze di Figaro“ von Mozart, wo aus der Arie „Se vuol ballare“ eine Hymne ans schwäbische „Schbaare“ wird. Natürlich beklagt auch Deppert fein ironisierend das Schicksal der meisten Baritone in den Opern, wo sie meist zweiter Sieger hinter den Tenören bleiben. Aber manchmal geht es ja auch „gut“ aus: Tenor stirbt, Bariton überlebt. Donizettis Arie in „La favorita“ wandelt sich zur Deskription eines „Kinodaags“ auf schwäbisch, wo mal nicht so gespart wird: Popcorn und Cola in Massen, Film – weniger wichtig. Vor der Pause noch der Übergang zu Verdi. Il trovatore, die Oper; Il balen del suo sorriso (das Blinken ihres Lächelns) die Arie. Daraus wird das Blinken in den Augen eines jeden Schwaben, wenn er sein Nationalgericht, die Schbädzla“ kriagt. Alle schwäbischen Spezialitäten finden Eingang in diesen geschmetterten Lobgesang. Nach der kurzen Verschnaufpause steigert Deppert noch Dramatik und Pointen. Zweimal Verdi mit „Un ballo in maschera“, was zum Klagelied über die Handwerker mutiert. Und eine Arie aus „Die Macht des Schicksals“, welche eine Metamorphose durchmacht zur Auflistung von schwäbischen Schimpfwörtern über unliebsame Nachbarn. Es folgt der gesangliche Höhepunkt und gleichzeitig Schlusspunkt des offiziellen Programms: Georges Bizets „Carmen“ mit der Arie des Toreros Escamillo. Große spanische Tradition wird zur noch größeren schwäbischen – zur „Kehrwoch“.

Trotz fortgeschrittener Stunde kredenzt „Der Bariton“ auch noch etliche Zugaben. Reinhard Heer vom Liederkranz bedankte sich beim Künstler, bei den zahlreichen Gästen und den Helfern aus beiden Vereinen, die den wunderbaren Abend ermöglichten.

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Bilder von Digel