Wandergruppe: Wanderung bei Eislingen

Unser Wanderführer Clemens Wahl hatte als Ziel für unsere heutige Nachmittagswanderung das Gebiet südlich von Eislingen ausgesucht. Vom Parkplatz am Vereinsheim der TSG Eislingen, dem Waldheim, startete unsere Wanderung.

Durch den Wald vorbei an riesig gewachsenen Maisfeldern ging es zum südlichen Teil von Eislingen. Vor uns liegen im leichten Dunst der Ösel, der Hohenstaufen, der Aasrücken, der Rechberg und das Tal der Liebe, das Ottenbacher Gebiet. Wir leben schon in einer wunderbaren Gegend!!

Im dortigen Baugebiet angekommen, konnte man viele Arten von Neubauten sehen und es wird noch weiter gebaut. Wir wenden uns nun nach Osten Richtung Salach und wandern an der Schnellstraße (B10 Neu) entlang. Vor Salach machten wir einen Schwenk nach Süden und es ging vorbei an den Näherhöfen zurück zum Waldheim. Hier wurde die Abschlusseinkehr gemacht.

Eine Wanderung der leichteren Art (keine großen Steigungen) war nach ca. 7 km und 2 Stunden Gehzeit beendet. Ein gutes Essen (jugoslawisch) rege Gespräche und unser Gerhard holte noch sein Akkordeon zum Singen. Gegen 19:00 Uhr war wieder ein wunderschöner Nachmittag zu Ende.

Ginglseder Johannes

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Bild von Ginglseder

Männergruppe: 7. Brauereiwanderung

Eine Wanderung, so himmlisch wie das Bier

Unsere siebte Brauereiwanderung verband himmlische Genüsse wunderbar mit der paradiesischen Landschaft des Allgäu. Gleich beim Ausstieg aus dem Bus stimmte der Wahlspruch der Rettenberger Engelbrauerei auf den bevorstehenden Tag ein: „Ein Bier, so himmlisch wie sein Name“. Die höchst interessante Führung mit Biersommelier Felix begann im Sudhaus und ging durch den Gärkeller, den Lagerkeller, an der Filtrieranlage vorbei bis zur Abfüllstation. Zur Freude der 19 mitgereisten Bierfans gab es auch eine Zwickelprobe und eine bayerische Brez’n dazu.

Nach dem deftigen Mittagessen in der Brauereigaststätte wurden die Schnürsenkel nochmal festgezogen, die Rucksackgurte gespannt und los ging’s ab Blaichach hinein in das wildromantische Tal der Gunzesrieder Ach. Diese durchfließt den Naturpark Allgäuer Nagelfluhkette und bildet gerade im unteren Teil den tief eingeschnittenen Haldertobel, mit vielen kleinen Wasserfallstufen, riesigen Felsblöcken und auch einem aufgestauten See. Die Felsen bestehen aus dem Nagelfluhgestein, einem Konglomerat aus Flusskieseln, die wie zusammengebacken aussehen, in der Gegend auch genannt: „Herrgottsbeton“. Auf höchst angenehmen Naturpfaden erreichten wir schließlich Gunzesried mit seiner Sennerei, wo eifrig Käse eingekauft und Heumilcheis geschlotzt wurde. Der zweite Teil der Wanderung führte dann noch höher hinauf, am Ossi-Reichert-Skilift vorbei (Ossi Reichert = Goldmedaillengewinnerin Riesenslalom Olympische Spiele 1956 in Cortina D’Ampezzo) bis fast auf 1.000 m Höhe nach Gunzesried Säge. Der Abstieg wurde uns dann erspart, mit dem Bus ging es zurück nach Blaichach ins Wirtshaus „Zum Dorfwirt“, wo die Kohlehydratspeicher wieder aufgefüllt wurden.

Ein großes Dankeschön an unseren Wanderführer Rainer Kühner und seine Susanne, die wieder mal einen tollen Tag vorbereitet und gestaltet haben.

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Bilder von Digel und Ginglseder

Familiengruppe: Wanderung auf dem Härtsfeld

Am vergangenen Sonntag, dem 17. September, trafen sich vierzehn Wanderer – dreizehn Erwachsene und ein Kind – auf dem Schulparkplatz zur Ganztageswanderung der Familiengruppe auf dem Härtsfeld. Für alle Regenfälle gewappnet starteten wir kurz vor 10 Uhr in Richtung Neresheim, wo wir nach einer einstündigen Autofahrt beim Benediktinerkloster ankamen. Einstimmig beschlossen wir, an einer Führung durch die Abteikirche teilzunehmen. Zwar mussten wir noch ein halbes Stündchen warten, bis der Gottesdienst aus war, aber diese Wartezeit lohnte sich unbedingt, vor allem, weil wir uns noch von dem überwältigenden Klang der barocken Orgel von Johann Nepomuk Holzhay überzeugen konnten. Danach wechselten wir direkt vom Ohren- zum Augenschmaus, denn unsere Führerin geleitete uns mit schwäbischem Charme durch die Abteikirche. Diese gilt zwar als spätbarocker Sakralbau, doch besticht sie anstelle barocker Überfrachtung durch Weite und Helligkeit. Mit dem Bau der Kirche wurde 1750 begonnen. Die Pläne stammten von Balthasar Neumann, dessen Konterfei in der Prä-Euro-Zeit auf dem 50-Mark-Schein prangte. Auch der Maler Martin Knoller, der die Fresken auf den sieben Kuppeln malte, war in der damaligen Zeit eine Berühmtheit. Die Farben der Fresken haben auch nach 250 Jahren nichts von ihrer Leuchtkraft verloren. Ganz besonders imponierte uns der biblische Himmel, den Knoller in die größte Kuppel malte: Das Fresko wirkt wie ein leicht nach oben gewölbtes Gemälde, obwohl die Kuppel sechzehn Meter hoch ist.

Nach dieser beeindruckenden Führung konnten wir unmöglich sofort zu unserer Wanderung aufbrechen. Wir mussten uns erst einmal stärken und verarbeiten, was wir gerade gesehen und gehört hatten. Dann aber ging es los! Auf dem Alb-Schäfer-Weg wanderten wir auf Naturpfaden durch den Klosterwald nach Katzenstein, wo schon die nächste Sehenswürdigkeit auf uns wartete: Eine der ältesten Burgen Süddeutschlands. Burg Katzenstein ist eine historische, sehr gut erhaltene Stauferburg aus dem 12. Jahrhundert, die mit Ringmauer, Palas und Bergfried stolz auf einem Felsen thront. Wir besichtigten zunächst die Räumlichkeiten wie das Jagdzimmer und den Staufersaal, die alle im Laufe der letzten Jahrzehnte von den immer wieder wechselnden privaten Besitzern saniert worden sind. Im mittelalterlichen Flair des Burghofes, umgeben von den alten Gemäuern, gönnten wir uns anschließend eine Kaffeepause.

Wir verließen Burg Katzenstein und wanderten zum Härtsfeldsee, einem idyllisch gelegenen Badesee, der die Halbzeit unserer Wanderung markierte. Denn nun ging es durch das Egautal wieder zurück nach Neresheim, allerdings entlang eines trockenen Flussbettes, da die Egau gerade kein Wasser führte. Dank eines flott voranschreitenden Damenduos, das unsere Gruppe anführte, schafften wir es, pünktlich um 17 Uhr unsere reservierten Plätze in der Klosterschänke einzunehmen. Bei einem guten Essen ließen wir diesen ereignisreichen Tag ausklingen und freuten uns, dass wir unsere Regenausrüstung überhaupt nicht gebraucht hatten. Wenn Engel wandern …

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Bilder von Digel

Familiengruppe: Wanderung ums Schopflocher Moor

Moorleichen im Schopflocher Moor?

Pünktlich um 11.15 Uhr traf unsere Führerin am letzten Sonntagmorgen vor dem Gasthaus Albengel bei Schopfloch ein und vermittelte uns gleich das notwendige Basiswissen über das Schopflocher Moor, das wir erkunden wollten. Der „Schwäbische Vulkan“ war schuld, dass es hier im Gegensatz zu den allermeisten Flächen auf der Alb eine wasserundurchlässige Schicht gab, auf der das Regenwasser zusammen mit abgestorbenen Pflanzenresten über Jahrtausende hinweg ein Hochmoor bilden konnte. Dieser Vulkan war nicht ein einziger Kegel sondern eine großflächige Erscheinung, aus der immer wieder punktuell Vulkanschlote heraufragten; die wasserspeichernden Hülen in den Albdörfern rühren ebenfalls davon her.

Es war für einen Septembermorgen recht kalt und so waren wir froh, als es endlich los ging ins Moor. Das zugehörige Naturschutzgebiet umfasst nicht nur den Moorkern sondern auch die Wiesen darum herum, damit nicht zuviel Dünger von intensiv bewirtschafteten Flächen eindringt und das Moor eutrophiert (s.u., wir haben es nachgeschlagen, bedeutet nährstoffreich). Moorlandschaft ist nährstoffarm und trotzdem ungemein artenreich. Auf dem vom Schwäbischen Albverein aufgebauten Holzbohlenpfad ging es nun hinein. An der ersten Station zeigte uns die Führerin mit einem Stab, wie tief noch die einst zur Torfgewinnung gezogenen Entwässerungsgräben in den Morrboden hinabreichen. Der Torf wurde als Heizmittel abgebaut und deshalb fehlen dem Schopflocher Moor ca. 4-6m Dicke, um noch als vollständiges Hochmoor zu gelten. Uns reichte aber dieses „degenerierte“ Hochmoor völlig, um die Frage nach den sagenhaften Moorleichen zu stellen. „Leider“ konnte uns keine präsentiert werden, so dass wir selbst immer wieder Ausschau halten mussten.

Nach einer interessanten Stunde verabschiedete sich die Führerin aus dem Schopflocher Naturschutzzentrum und wir machten uns auf die Wanderschaft zum Albtrauf, den wir am Wanderparkplatz Bahnhöfle gegenüber der Burg Reußenstein erreichten. Am Albtrauf entlang öffnet sich der Blick immer wieder auf das Vorland bis hin zum Hohenstaufen. Am Randecker Maar (siehe „Schwäbischer Vulkan“) vorbei erreichten wir wieder das Moor und da mittlerweile die Sonne uns wärmte, konnten wir gänzlich eutrophiert… oder euphratisiert… oder euphorisiert (ein paar Fachbegriffe waren in der Führung gefallen) im Gasthof Albengel einkehren.

PS: Die einzige entdeckte Moorleiche, war eine verendete Kröte.

Hans-Jürgen Digel

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Bilder von Digel

Wandergruppe: Wanderung bei Neuenhaus

Sieben Frühaufsteher trafen sich um 9.00 Uhr zur Frühwanderung nach Neuenhaus/Aichtal.
Nach den Regentagen davor war das Wetter am Sonntag ein richtiges Wanderwetter. Nicht zu heiß und endlich regenfrei.
Wir fuhren nach Plattenhardt/Filderstadt  auf den  Waldparkplatz Uhlbergturm. In Neuenhaus stieg noch unsere achte Wanderin Klara zu uns.  Vom Wanderparkplatz ging es dann auf gut begehbaren Wegen durch den Wald Richtung Uhlbergturm. Rechts und Links waren immer wieder Gesichter (Fratzen) in den Bäumen geschnitzt. Die Bäume nehmen durch die Schnitzerein keinen Schaden. Der ursprüngliche Einstieg zum Uhlbergturm über den Fratzenweg in Neuenhaus war wegen dem vielen Regen nicht begehbar.
Einen Zwischenstopp, mit scharfen und süßen Leckereien, machten wir an einer ehemaligen Kelter am Hang des Uhlbergs. Diese wurde vom Schwäbischen Albverein Bonlanden in vielen Arbeitsstunden zu einem Wanderheim umgebaut. Nach dieser Stärkung erreichten wir dann den Uhlbergturm. Zum 75-jährigen Jubiläum des Schwäbischen Albvereins wurde im August 1963 der neue Betonturm eingeweiht. Das große Aussichtserlebnis von oben ist der Blick auf die Albberge vom Hohenstaufen im Nordosten bis zum Plettenberg im Südwesten. Herausragend die Teck, der Hohenneuffen mit dem trutzigen Klotz seiner Festungswerke, die Achalm, der Roßberg. Mit vielen gesammelten Eindrücken machten wir uns auf den Rückweg. Im Gasthaus zum Uhlberg beendeten wir diesen schönen Wandertag mit gutem Essen und Trinken.

Gudrun Laber

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Bilder von Ginglseder