Familiengruppe: Wanderwochenende

62 km wandernd durch die Fränkische Schweiz – tolles Wanderwochenende!

Hitze, Staub, nackter Fels, meilenweit zu Fuß und dann ….Zisch, aaaah, sooo guut: ein fränkisches Dunkelbier zur rechten Zeit. Man muss seiner Wandertruppe auch mal ein Erfolgserlebnis gönnen. Dies beherzigend hatte ich die vier Wanderungen von Pottenstein-Haselbrunn aus jeweils mit kurzen Anfahrten perfekt geplant. Und was sagen meine sieben tapferen Wandereleven (fünf davon übrigens weiblich und damit wieder mal die Mehrheit)? „Anfahren ist nicht drin, wir marschieren vom Quartier aus los.“ Planung somit ad acta. Auf geht’s!

Zum Einlaufen an Christi Himmelfahrt mal eben 14 km oberhalb von Pottenstein und durch die Bärenschlucht ins untere Püttlachtal und dann nach Pottenstein rein (Goldene Krone: Zwickl-Bier). Abends Lagerfeuer und Grillgut vertilgen.

20170525_28pottenstein03Am Freitag durchquerten wir den Staatsforst Prüll, überschritten nach einer erfrischenden Kneippkur die obere Püttlach, erforschten das Große Hasenloch (steinzeitlich bewohnte Hallenhöhle), erklommen die Himmelsleiter (Aussichtsturm mit Blick über ganz Frankenland) und erreichten zum Mittag Elbersfeld (Kapellenhof: Hufeisen Dunkel). Gestärkt ging’s bergab ins Weihersbachertal an der Teufelshöhle vorbei zum Felsenbad von Pottenstein. Alle genossen das kühle Nass, drei drin und der Rest als Drink. Bemerkenswerte 20,5 km waren zurückgelegt.

Samstags zunächst im Wald den Anstieg bewältigen und dann hitzebeständig neben Wiesen und Feldern über Prüllsbirkig wieder talwärts ins wildromantische Obere Püttlachtal. Dann kurz und knackig auf dem Elisabethenweg (eine vertrauenswürdige Einheimische hat diese Heilige Elisabeth jedoch dort noch nie gesehen!) rauf zur Burg Pottenstein, 1000 Jahre alt, nie erobert und in Privatbesitz derer von Wintzingerode. Schöner Blick auf Pottenstein, interessante Ausstellung.20170525_28pottenstein12 Danach im Tal (Meuterei unter Androhung der Todesstrafe mühsam unterbunden) mit den Autos zur Teufelshöhle. 45 minütige Führung treppab und treppauf durch die größte Tropfsteinhöhle Frankens. Verdienstermaßen nach dem Tagespensum von 19 km ab ins Brauhaus Hufeisen: Kellerweizen, Krustenschäufele oder Flammkuchen.

 

20170525_28pottenstein10Den Abschluss am Sonntag bildeten dann entfernungsmäßig bescheidene 8,4 km durch das Klumpertal, das aber mit fantastischen Felsformationen und einem lieblichen Tal mit Forellenteichen einen Wandergenuss darstellt.

Ich erinnere mich gerne an den hilfreichen Konrad, an imaginäre Otter oder Biber mit Mädesüß im Maul, nicht bezeugte Marder in Gepardengröße, wiedergefundene Geldbeutel und Regenschutzfolien, rechtzeitig aufbrechende Biker, einen geschlossenen Weihnachtsladen, ein Verlängerungskabel mit eingebautem Sicherungskiller und eine supertolle Wandertruppe. Danke!

Hans-Jürgen Digel

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Bilder von Digel

Frauengruppe: Kräuterwanderung

Mit allen Sinnen durch das Marbachtal.

Wie in jedem Jahr gab es wieder eine Käuterwanderung, zu der sich 14 Frauen im Marbachtal trafen.

„Geht jetzt im Frühjahr hinaus ins Grüne und sammelt die Kräuter für eine Frühjahrskur, um euren Stoffwechsel nach dem Winter in Schwung zu bringen! Entgiften, entschlacken und abnehmen – das ist mit dem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Bitterstoffen erfolgreich, macht Freude und ist dazu auch noch lecker!“

So riet uns Annemarie Guckes, Kräuterpädagogin aus Lorch. Um zahlreiche Wildkräuter kennenzulernen, hätte ein Radius von wenigen Metern im Beutental gereicht ….
Hier tummelten sich Gundelrebe, Taubnessel, Knoblauchrauke, Engelwurz, Kohldistel, Giersch, Brennnessel, nicht zu vergessen Waldmeister. Nach zwei Stunden trafen wir mit den gesammelten Kräutern in der Schulküche ein, um uns ein leckeres Menu zuzubereiten: Bärlauch-Giersch-Hackbällchen, Wildkräuterzaziki mit Beinwell und Knoblauchrauke, Bratkartoffeln mit Spitzwegerich, Karottengemüse mit Giersch, einen  Wildkräutersalat und das Highlight zum Schluss: Erdbeer-Trifle mit Sauerampfer! Wir waren uns alle einig: Es war wieder ein wunderbarer Frühlingssamstag.

….und die neuen Pläne mit Annemarie Guckes für 2018 haben wir bereits…
Brigitte Buschhaus-Over

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Bilder von Buschhaus-Over

Tag des Wanderns

Herrliche Albtraufwanderung bei Schloss Lichtenstein

Am Tag des Wanderns, 14. Mai, brachen wir morgens mit 11 Personen und der Eurasier-Hündin Lotte zum Albtrauf bei Lichtenstein auf. In Unterhausen, dem Startpunkt, stießen noch zwei junge Damen aus Stuttgart zur Wandergruppe dazu. Wanderführer Bernd Kuhn hatte eine anspruchsvolle und gleichzeitig wunderschöne Route für die Ganztageswanderung zusammengestellt. Sie führte von Unterhausen bei Pfullingen zunächst auf den Schönberg (793 m)mit seinem prägnanten Doppelturm. Dieser wurde 1906 erbaut, erreicht eine Höhe von 28 m und wird, ob seiner Bauform, auch „Underhos“ genannt. Die Aussicht auf Pfullingen, Reutlingen, Achalm und noch weiter war grandios. Unterhalb des Albvereinsturms erstreckt sich eine große Magerwiese mit Orchideen und Schlüsselblumen. Über das Sättele und durch lichte Buchenwälder erklimmt man den Wackerstein, mit 825 m der höchste Punkt der Strecke mit Blick auf Pfullingen und Georgenberg. Über den 1993 als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Won wandert man dann bis zur Nebelhöhle, wo Mittagsrast gemacht wurde. Die Tropfsteinhöhle ist schon seit dem 15. Jahrhundert bekannt und erreichte mit dem Besuch des Kurfürsten Friedrich des I. von Württemberg große Aufmerksamkeit. Seit 1920 ist der Zugang zur 813m langen Höhle am heutigen Platz. Auf den hier gleich laufenden Hauptwanderwegen 1 (Nordrandweg von Donauwörth nach Tuttlingen) und 5 (Schwarzwald-Allgäu) des Schwäbischen Albvereins wurde danach der Aussichtspunkt Gießstein (789 m)mit Blick auf das Reißenbachtal und das obere Echaztal erreicht. Der Blick wendet sich ebenso hinüber zu den Traifelbergfelsen und zum Lichtenstein. Den „kulturhistorischen“ Höhepunkt der Wanderung stellte dann das Schloss Lichtenstein mit vorgelagertem Jägerhaus und dem Hauffdenkmal dar. Wilhelm Hauff (Schriftsteller der Romantik und Märchensammler) hatte mit seinem Roman „Lichtenstein“ den Herzog Wilhelm von Urach zum Bau des Schlosses angeregt. Unter Einbezug von Resten einer alten Burg wurde das Schloss in den Jahren 1840-42 im neugotischen Stil einer Ritterburg des Mittelalters erbaut. Um den Talschluss herum ging es nun auf die andere Talseite und zur letzten Rast auf dem Locherstein (795 m) genau gegenüber vom Schloss. Immer am Trauf entlang und schließlich steil bergab kamen wir schließlich wieder nach Unterhausen. Nach insgesamt 20,3 km, die bemerkenswerterweise nahezu ausschließlich auf herrlichen Naturpfaden verlaufen, und ca. 650 Höhenmetern galt der Dank der Truppe unserem Wanderführer Bernd Kuhn. Zum Wanderglück trug auch das Wetter bei, das trotz schlechter Vorhersage mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen das Genießen ermöglichte.

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Bilder:Digel

Wandergruppe: Wanderung auf dem Limesweg bei Böbingen

Zu unserer heutigen Nachmittagswanderung trafen sich 12 wetterfeste Wanderer am Parkplatz der Stauferschule in Wäschenbeuren. Unsere Tour begann nach kurzer Anfahrt an einem Wanderparkplatz zwischen Mögglingen und Heuchlingen. Auf etwas feuchtem, aber gut zu gehendem Waldweg ging es auf dem Limeswanderweg, gleichzeitig ein Teil des Remswanderweges, durch noch hellen aber schon grünen Mischwald eben dahin.

Mehrere Schautafeln am Weg klärten über das Leben in der Römischen Vorgeschichte auf. Den Weiler Brackwang ließen wir links liegen. Nun führte der Weg am Braunhof vorbei Richtung Böbingen. Die tolle Aussicht auf die „Drei Kaiserberge“, den Rosenstein sowie zur Wand der Schwäbischen Alb, wie ihn unser Wanderführer angekündigt hatte, konnten wir uns nur vorstellen, denn tief hängende Wolken lagen über der Landschaft. Nach 2 Stunden Gehzeit inkl. zwei kurzer Pausen zur Stärkung (ha, ha, die Wanderung war überhaupt nicht anstrengend) und etwa 6 km Wegstrecke ohne jede Steigung waren wir wieder am Parkplatz angekommen.

Wir fuhren nun nach Böbingen ins Gasthaus Krone, wo wir angemeldet waren. Eine Gaststätte wie es früher auf dem Land üblich war. Gutes Essen, kühle Getränke, eine nette Bedienung und sehr moderate Preise.(Rostbraten mit Spätzle und Salat—-11 Euro 50 Cent)!!!!!

Gerhard packte auch noch sein Akkordeon aus und es wurde noch gesungen. Gegen 19.15 Uhr endete wieder eine schöne Nachmittagswanderung.

Besten Dank dem Wanderführer, unserem Gerhard, für die Musik und Allen die dabei waren.

Aufs nächste Mal freut sich schon

Hansi Ginglseder

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Bilder von Ginglseder